Im Lienzer Talboden herrschte dicke Luft
Im noch jungen Jahr schnellten die Feinstaubwerte bereits zweimal über den Tagesmittel-Grenzwert. Zur Bindung der gesundheitsschädigenden Partikel wurde in den vergangenen Tagen in Lienz Calcium-Magnesium-Acetat (CMA) auf der B100 aufgebracht.
Lienz –Die Feinstaubwerte in Lienz sind zu Beginn des Jahres deutlich gestiegen. „Der Tagesmittelwert wurde am 1. Jänner mit 52 Mikrogramm und am 3. Jänner mit 70 Mikrogramm überschritten“, erklärt Oskar Januschke, Leiter der Abteilung Umwelt und Zivilschutz, auf Nachfrage der TT. Das einzuhaltende Limit: 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft als Tagesmittel. An den kalten Tagen trieben Hausbrand und Abgase motorisierter Fahrzeuge die Messwerte in die Höhe. Wegen der niedrigen Temperaturen wurde mehr geheizt, die geringe Luftfeuchtigkeit ermöglichte kaum Staubbindung. Gleichzeitig war der Austausch der Luft dürftig, sie hing quasi wie in einem Kessel im Talboden.
Die Luftgüte hat man von Seiten der Stadt stets prüfend im Auge, um rasch reagieren zu können. Abhängig von aktuellen Mess- und Wetterwerten wird auf der B100 im Rahmen des dynamisierten Winterdienstes „Feinstaubkleber“ aufgebracht – und zwar nicht pauschal, sondern exakt das, was es tatsächlich braucht. Mittels Calcium-Magnesium-Acetat (CMA) wird der Feinstaub erfolgreich gebunden. In den vergangenen Tagen war das Spezialfahrzeug täglich unterwegs.
Mittlerweile sind die Feinstaubwerte wieder gesunken. Mit dem Schneefall stieg – als positiver Begleiteffekt – auch die Luftfeuchtigkeit. (func)
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