Wider die Gewalt gegen Frauen
Imst — Die weibliche Genitalverstümmelung ist einer der grausamsten Gewaltakte gegenüber dem weiblichen Körper, um ihn vorgegebenen oder tra...
Imst — Die weibliche Genitalverstümmelung ist einer der grausamsten Gewaltakte gegenüber dem weiblichen Körper, um ihn vorgegebenen oder tradierten Mustern anzupassen. Die Genitalverstümmelung, welche nach der Geburt bis in die Pubertät, sowie kurz vor oder nach der Eheschließung durchgeführt wird, ist eine schwere Form der Menschrechtsverletzung. Geschätzte 200 Millionen Frauen sind weltweit davon betroffen.
Eine Frau, die sich gegen diese Form der Gewalttätigkeit verschrieben hat, ist die Innsbrucker Psychologin und Psychotherapeutin Edith Kaslatter. Seit 2007 ist sie ehrenamtlich im Sudan tätig. Sie leistet dort Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit in Kooperation mit Kindergärten, Schulen und islamischen Institutionen. Die Eltern verpflichten sich, ihre Mädchen nicht genitalverstümmeln zu lassen und erhalten im Gegenzug finanzielle Unterstützung in Form von Patenschaften und Kleinkrediten. So können Mädchen zur Schule gehen und werden auch nicht in Frühehen gezwungen. Die Beweggründe in den Sudan zu reisen und sich für die Menschen einzusetzen schildert Kaslatter: „Einmal ist es natürlich der Wunsch, da es uns ja so gut geht, schlechter gestellten Menschen etwas zurück zu geben. Aber die Thematik der Genitalverstümmelung hat mich schon während des Studiums beschäftigt und es war für mich persönlich höchste Zeit etwas zu tun.“
Um ihr Sudan —Projekt aus finanzieller Sicht nachhaltig betreiben zu können, hat Kaslatter in Tirol einen Verein mit dem Namen Emotion gegründet. Frei nach dem Motto „Kleine Spenden können Großes bewirken“ sind Spenden auf das Konto der Hypo Tirol Bank AG, BLZ 57000 lautend auf: EMotion — Afrika IBAN: AT05 5700 0304 5363 0370 herzlich erbeten. Über eine ehrenamtliche Mitarbeit würde man sich ebenfalls sehr freuen. Bei ihren Fahrten durch das Land hat die Psychologin ihren Fotoapparat dabei. Die festgehaltenen Eindrücke von den Menschen, Kulturdenkmälern und Landschaften zeigt Kaslatter bis 25. Februar im Ubuntu-Forum in Imst. Freitags von 17 bis 19 Uhr, sonntags von 19 bis 12 Uhr. (hau)
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