US-Börsen im Verlauf schwach, Enttäuschung über Trump-Rede hält an

New York (APA) - Die US-Börsen haben sich am Donnerstag im Verlauf weiter in der Verlustzone gezeigt. Damit hält die Enttäuschung über die g...

New York (APA) - Die US-Börsen haben sich am Donnerstag im Verlauf weiter in der Verlustzone gezeigt. Damit hält die Enttäuschung über die gestrige Pressekonferenz des designierten US-Präsidenten Donald Trump an. Gegen 19.20 Uhr fiel der Dow Jones um 99,82 Zähler oder 0,50 Prozent auf 19.854,46 Punkte und entfernte sich damit wieder etwas deutlicher von der 20.000-Punkte-Marke.

Der S&P-500 Index lag 10,18 Punkte oder 0,45 Prozent im Minus bei 2.265,14 Zähler. Der Nasdaq Composite Index verlor um 30,45 Zähler oder 0,55 Prozent auf 5.533,20 Einheiten.

Trump hatte zur Wochenmitte die erste Pressekonferenz seit seinem Wahlsieg im November abgehalten. Allerdings hat er die Märkte mit seiner Rede enttäuscht, da er keine Details zu seinen geplanten Wirtschaftsmaßnahmen wie Steuersenkungen oder Infrastrukturausgaben geliefert hatte, kommentierten Analysten.

Zuvor hatte noch die Aussicht auf eine wirtschaftsfreundliche Politik Trumps den US-Börsen eine Kursrally beschert hatte. Nun würden viele Marktteilnehmer konkretere Ankündigungen zum erhofften Wirtschaftsprogramm vermissen, hieß es. Dies schürte Unsicherheit, die auch den US-Dollar belastete.

Ins Visier der Anleger rückten Fiat Chryler, nachdem bekannt wurde, dass das US-Umweltamt EPA nach Volkswagen auch bei dem italienisch-amerikanischen Autobauer einen Abgasbetrug vermutet. Fiat Chrysler steht im Verdacht, bei rund 104.000 Dieselwagen die Emissionswerte gefälscht und damit gegen das Luftreinhaltegesetz verstoßen zu haben. Das Unternehmen bestreitet die Manipulationsvorwürfe, die Aktie brach dennoch um mehr als zehn Prozent ein.

Deutliche Abschläge gab es nach neuen Analystenstimmung bei Stahlwerten zu sehen. So rutschten AK Steel um satte 10,53 Prozent und US Steel um 6,31 Prozent ab, nachdem die Analysten der Credit Suisse ihre Einstufung der beiden Titel auf „neutral“ revidiert hatten.

Gut gesucht waren dagegen Merck & Co. Die Aktien des Pharmakonzerns legten 1,61 Prozent zu, nachdem Morgan Stanley ihre Empfehlung für die Titel auf „overweight“ erhöht hat.

Bergauf ging es auch für die Amazon-Aktien mit plus 1,05 Prozent. Der Online-Händler kündigte an, in den kommenden 18 Monaten 100.000 neue Jobs in den USA schaffen zu wollen.

Heute veröffentlichte Arbeitsmarktdaten sorgten indessen nicht für nennenswerte Marktreaktionen. In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche um 10.000 auf 247.000 Anträge und damit weniger als erwartet gestiegen.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA535 2017-01-12/19:27