Philip Glass wird 80: Feiern mit zwei Boxen
Linz (APA) - 2001 hat der US-Komponist Philip Glass mit Orange Mountain Music sein eigenes Label gegründet - und damit seine ohnedies überbo...
Linz (APA) - 2001 hat der US-Komponist Philip Glass mit Orange Mountain Music sein eigenes Label gegründet - und damit seine ohnedies überbordende Produktivität nochmals auf eine neue Stufe gehoben. Wer den Tonsetzer, der am 31. Jänner seinen 80. Geburtstag feiert, auch daheim im Paket würdigen will, für den sind nun zwei große Boxen erschienen, die das Glass‘sche Oeuvre umfassend abbilden.
So lässt sich das Label Sony Classical zum runden Geburtstag nicht lumpen und hat eine 24-teilige CD-Edition mit dem Titel „The Complete Sony Recordings“ auf den Markt gebracht. Darin sind jene Werke versammelt, die Glass zu Beginn seiner Karriere und noch vor Gründung seines eigenen Labels in dem renommierten Klassikverlag veröffentlichte - darunter einige Hauptwerke wie die epochemachende Oper „Einstein on the Beach“, die Filmmusik zu Godfrey Reggios „Naqoyqatsi“ oder „Passages“, seine Zusammenarbeit mit dem indischen Sitargott Ravi Shankar. Als besonderen Bonus für Fans gibt es ein dreiviertelstündiges Interview auf CD zum kommerziell bis dato erfolgreichsten Glass-Stück „Glassworks“ und ein umfassendes Begleitbuch samt Interview mit dem Komponisten, einer Beschreibung der jeweiligen Werke und den Opernlibretti.
Ist Glass-Kompagnon Dennis Russell Davies bei der Sony-Edition nur als Dirigent des Stuttgarter Staatsopernorchesters für „Akhnaten“ zu hören, ist dies bei der zweiten Sammlerkollektion „Philip Glass. The Symphonies“ ganz anders, zeichnet der bis zum Ende der laufenden Saison noch in Linz engagierte Generalmusikdirektor doch für die Einspielung aller zehn dokumentierten Symphonien verantwortlich - am Pult des RSO, des Sinfonieorchesters Basel, des Stuttgarter Kammeropernorchester, vor allem aber seines Bruckner Orchesters aus Linz. Die bei Orange Mountain Music erschienene Box, geschmückt mit Schwarz-Weiß-Fotos des österreichischen Starfotografen Andreas H. Bitesnich, ist dabei frisch auf dem Markt doch schon wieder veraltet. Schließlich macht Glass bei zehn Symphonien nicht Halt: Just am Geburtstag, den 31. Jänner, wird das Linzer Orchester unter Dennis Russell Davies in der New Yorker Carnegie Hall das 11. Werk des Genres aus der Feder des Komponisten uraufführen und dann am 12. Juni ins Brucknerhaus bringen.
(S E R V I C E - http://go.apa.at/W3H4aaNc ; http://go.apa.at/x8Zo0bJb)
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