Fiat-Chrysler-Skandal - Briten fordern nach US-Vorwürfen Aufklärung
Turin/Amsterdam (APA/Reuters) - Die US-Vorwürfe gegen Fiat Chrysler über Manipulationen bei Diesel-Fahrzeugen rufen auch die britischen Behö...
Turin/Amsterdam (APA/Reuters) - Die US-Vorwürfe gegen Fiat Chrysler über Manipulationen bei Diesel-Fahrzeugen rufen auch die britischen Behörden auf den Plan. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums in London sagte am Freitag, man bemühe sich dringend um weitere Informationen durch die US-Umweltbehörde EPA. „Und wir werden auch von dem Hersteller Informationen anfordern mit Blick auf Fahrzeuge auf dem britischen Markt.“
Das Fiat-Chrysler-Management hat die Vorwürfe der EPA zurückgewiesen. Die Geschäftsziele bekräftigte Konzernchef Sergio Marchionne demonstrativ. Dem Konzern droht eine Strafe von maximal 4,6 Mrd. Dollar (4,3 Mrd. Euro). Die Aktie startete am Freitag mehr als fünf Prozent fester in den Handel, nachdem ihr Wert am Donnerstag eingebrochen war.
Am Donnerstag hatte die US-Umweltbehörde EPA dem italienisch-amerikanischen Autobauer wie zuvor schon Volkswagen vorgeworfen, ebenfalls bei Dieselfahrzeugen massiv gegen das Luftreinhaltegesetz verstoßen zu haben. Nach Darstellung der EPA hat Fiat Chrysler illegal eine Software zur Manipulation von Schadstoffemissionen eingesetzt.
Auch die EU-Kommission forderte Italien dazu auf, gegen den Autobauer gerichtete Vorwürfe des deutschen Verkehrsministeriums zu entkräften. Das KBA hatte Autos verschiedener Hersteller untersucht, nachdem Volkswagen Betrug bei Abgastests zugegeben hatte. Dabei fiel dem Amt eine Software von Fiat Chrysler auf.
~ WEB http://www.fiat.it/
http://www.fiatchryslerautomobiles.com/ ~ APA106 2017-01-13/09:39
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