Ski: Wengen-Sieg fehlt Hirscher noch -Kristoffersen Slalom-Topfavorit

Wengen (APA) - Ein Sieg in Wengen fehlt Marcel Hirscher noch in seiner Erfolgsstatistik. Der Salzburger nimmt am Sonntag seinen zehnten Anla...

Wengen (APA) - Ein Sieg in Wengen fehlt Marcel Hirscher noch in seiner Erfolgsstatistik. Der Salzburger nimmt am Sonntag seinen zehnten Anlauf. Heuer wird der Slalom wieder auf der Traditionsstrecke links der Abfahrtspiste gefahren, der Ausweich-Hang im Vorjahr bereitete nicht jedem Freude. Zudem lief bei dem Salzburger nicht viel rund. Topfavorit heuer ist 2016-Sieger Henrik Kristoffersen aus Norwegen.

Hirscher stand in Wengen bisher dreimal auf dem Podest, zweimal als Zweiter (2011, 2013) und einmal als Dritter (2014). 2015 schied er im ersten Durchgang nach einem Einfädler aus. Im Vorjahr haderte Hirscher mit dem Hang, der Kurssetzung und mit zwei „hinnigen“ Kanten am Ski, schied aus und glaubte Slalom- und Gesamtweltcup verloren. Im Torlauf ging die Kugel dann tatsächlich an Kristoffersen, doch die Große holte Hirscher am Ende zum fünften Mal in Folge.

Nach dem Adelboden-Slalom, als Hirscher hinter Kristoffersen und dem Südtiroler Manfred Mölgg Dritter wurde, kündigte der 27-Jährige an, an seinem Slalomschwung zu arbeiten. Er tat dies wie das gesamte ÖSV-Team auf dem Ganslernhang in Kitzbühel, wo bereits in einer Woche der nächste Klassiker folgen wird. „Die Grundpräparation ist gut, der Rennhang tipptopp, das Training war gut, sie sind zufrieden wieder abgereist“, erzählte ÖSV-Rennsportleiter Andreas Puelacher.

Als einzige zwei ÖSV-Läufer waren im Vorjahr im Wengen-Slalom Marco Schwarz als 14. und Marc Digruber als 21. in der Wertung, Manuel Feller schied im ersten Durchgang aus, Michael Matt qualifizierte sich nicht für das Finale. Für alle Genannten geht es in den kommenden Rennen in Wengen, Kitzbühel und Schladming um die WM-Tickets.

Als Siebenter in Adelboden hat Feller nicht nur sein zweites Topergebnis in diesem Winter nach Rang fünf in Levi herausgefahren, sondern nach drei Ausfällen im Slalom auch ein Comeback in den Ergebnislisten gegeben. „In Wengen kann ich jetzt wieder ein bisserl befreiter an den Start gehen. Wenn man schon ein bisserl was angeschrieben hat, geht das viel einfacher“, sagte der Tiroler, der vermutlich in St. Moritz sein WM-Debüt im Riesentorlauf und Slalom geben wird.

Auf die Slalomteilnahme bei der WM hofft auch Schwarz, 10. und 13. war er in diesem Winter. „Mir hat es letztes Jahr in Wengen auch getaugt, aber ich freue mich auch auf den Originalhang“, sagte der Kärntner. Digruber indes konnte sich mit der Verlegung nicht anfreunden. „Das war fast ein wenig eine fade Partie da auf dem Abfahrts-Zielhang. Ich bin froh, dass wir wieder auf dem Originalhang fahren, ich freue mich drauf“, meinte der Niederösterreicher, der als Vierter in Val d‘Isere ein Top-Ten-Resultat erreicht hat und ein weiteres anstrebt.

Kristoffersen hat den Auftakt-Slalom in Levi wegen Streitigkeiten mit dem Verband ausgelassen, in Val d‘Isere, Madonna di Campiglio und Adelboden siegte er, in Zagreb kam er auf Rang drei. Der 22-Jährige hält bei zwölf Weltcupsiegen im Slalom, bei einem neuerlichen Erfolg kann er mit Marc Girardelli gleichziehen, der vor seinem 23. Geburtstag 13 hatte. Mehr hatte in diesem Alter mit 20 nur der Schwede Ingemar Stenmark erreicht.