Hamas-Sicherheitsleute griffen Agenturjournalisten an
Gaza (APA/dpa) - Hamas-Sicherheitskräfte und Polizisten haben im Gazastreifen zwei Journalisten von internationalen Nachrichtenagenturen bed...
Gaza (APA/dpa) - Hamas-Sicherheitskräfte und Polizisten haben im Gazastreifen zwei Journalisten von internationalen Nachrichtenagenturen bedroht und angegriffen. Die Journalisten hätten über eine Demonstration wegen der Energieknappheit in dem Küstenstreifen berichtet, wie die Vereinigung der Auslandspresse am Donnerstagabend in Tel Aviv mitteilte.
Ein Reporter der Associated Press (AP) sei von Hamas-Sicherheitsleuten unter Waffengewalt gezwungen worden, seine Handys herauszugeben. Ein Fotograf der Agence France-Presse (AFP) sei von Polizisten massiv gegen den Kopf geschlagen worden, nachdem er sich geweigert habe, seine Kamera abzugeben. Er habe ärztlich versorgt werden müssen. Der Fotograf sei zeitweise festgenommen und sein Kamera-Chip vorübergehend beschlagnahmt worden.
„Die Vereinigung der Auslandspresse verurteilt dieses gewalttätige Verhalten auf das Schärfste“, hieß es in der Mitteilung. „Wir finden das besonders schockierend angesichts von mündlichen Versprechen, die wir von offiziellen Hamas-Vertretern erhalten haben, die Freiheit der Presse zu respektieren.“
Der Direktor des Hamas-Regierungspressebüros, Salama Marouf, verwies darauf, dass der Vorgang untersucht werde. „Wir haben den beiden Journalisten ihre Sachen zurückgegeben“, sagte er. „Wir haben uns bei beiden entschuldigt.“
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