Gipfel in Mali: Frankreich will Beziehungen mit Afrika ausbauen

Bamako (APA/dpa) - Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat in Mali ein Gipfeltreffen Frankreichs mit zahlreichen afrikanischen Staaten be...

Bamako (APA/dpa) - Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat in Mali ein Gipfeltreffen Frankreichs mit zahlreichen afrikanischen Staaten begonnen. Außenminister aus knapp 40 Ländern nahmen am Freitag in Bamako die Beratungen über eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit und eine stärkere Kooperation in Sicherheitsfragen auf.

„Wir brauchen für diese Herausforderungen eine koordinierte und gemeinsame Antwort“, erklärte der malische Außenminister Abdoulaye Diop. Die Gespräche dienten auch der Vorbereitung eines Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs, zu dem am Samstag der französische Präsident Francois Hollande und etwa 35 seiner afrikanischen Amtskollegen erwartet wurden.

Für Hollande ist das Gipfeltreffen in Mali von hoher Symbolkraft: Der von ihm angeordnete Militäreinsatz verhinderte 2013 eine Machtübernahme radikaler Islamisten in Mali und gilt als einer seiner großen außenpolitischen Erfolge.

Der Norden des Landes ist jedoch weiterhin ein Rückzugsgebiet von Rebellen und islamistischen Terroristen. Der Konferenzort in Bamako war am Freitag weiträumig abgeriegelt. Das französische Militär unterstützte die örtlichen Sicherheitskräfte beim Schutz des Gipfeltreffens. Bamako war zuletzt im November 2015 Ziel eines großen Anschlags islamistischer Terroristen gewesen.