Kitzbbühel

Promi-Kauf stößt in Kitzbühel auf Kritik

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Im Stadtzentrum sollen neue Wohnungen und Geschäfte entstehen. Hinter dem Projekt stecken u. a. Michael Heinritzi und Fiona Griffini-Grasser.

Von Miriam Hotter

Kitzbühel –Das „Haggenmüller“-Haus im Kitzbüheler Stadtzentrum hat für 1,65 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Käufer der Immobilie ist die SLS Kauf und Vermietung GmbH, eine Firma mit vier Gesellschaftern, zu denen u. a. McDonald’s-Unternehmer Michael Heinritzi und Fiona Pacifico Griffini-Grasser gehören.

Wie Michael Heinritzi gegenüber der Tiroler Tageszeitung erklärt, soll das „Haggenmüller“-Haus einem Gebäude mit drei Wohnungen und Geschäftsflächen weichen. „Derzeit ist das Haus ein Schandfleck. Wir wollen dort ein schönes Haus hinstellen.“ Gespräche mit Mietern der Geschäftsflächen haben laut Heinritzi noch nicht stattgefunden. „Was ich sagen kann ist, dass es keine Gastronomie geben wird.“

Die Bebauungspläne wurden bereits in der Gemeinderatssitzung vom 26. September mit vier Gegenstimmen und einer Enthaltung (FPÖ und UK) beschlossen – allerdings nicht ohne Kritik.

Damals ging eine Stellungnahme gegen das geplante Gebäude ein, worin ein Anrainer unter anderem die Höhe des geplanten Gebäudes mit drei Obergeschoßen kritisiert (derzeit umfasst das Haus zwei Obergeschoße). „Die umliegenden Gebäude haben maximal zwei Obergeschoße.“ Das Stadtbild werde dadurch negativ beeinflusst.

Für noch mehr Kritik sorgt die durch das Projekt befürchtete Verkehrszunahme. Diese kommt unter anderem von Ersatzgemeinderat Manfred Filzer (UK). „Wir haben schon ein Verkehrsproblem in Kitzbühel. Dadurch wird es noch verschlimmert.“ Zudem vermuten sowohl Filzer als auch der Anrainer, dass es sich bei besagtem Projekt um ein Spekulationsobjekt handelt. Filzer: „Das Gebäude ist nur ein weiteres Projekt des Ausverkaufs von Kitzbühel.“

Auf Nachfrage der TT lässt Bürgermeister Klaus Winkler über Stadtbaumeister Stefan Hasenauer ausrichten, „dass die eingebrachten Stellungnahmen eingehend sachlich und fachlich vom externen Raumplaner geprüft wurden“. Auch habe sich der Sachverständigenbeirat nach dem Stadt- und Ortsbildschutzgesetz eingehend mit dem betreffenden Projekt befasst und dem auch zugestimmt. Auf die Frage, ob der Bürgermeister glaube, die Wohnungen könnten als illegale Zweitwohnsitze genutzt werden, verweist dieser auf die Rechtslage (EU-Bürger müssen beim Kauf einer Wohnung angeben, keinen illegalen Freizeitwohnsitz zu schaffen, Anm.).

Michael Heinritzi erklärt indes, dass zum derzeitigen Zeitraum noch nicht feststehe, was mit den Wohnungen genau passieren soll. „Wir wissen noch nicht, ob die Wohnungen zur Miete oder zum Kauf zur Verfügung stehen werden oder ob wir sie vielleicht unseren Kindern geben.“