Gesundheit - WGKK weist Kritik der Ärztekammer zurück

Wien (APA) - Die Wiener Gebietskrankenkasse hat am Freitag die Kritik von Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger zurückgewiesen, wonach s...

Wien (APA) - Die Wiener Gebietskrankenkasse hat am Freitag die Kritik von Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger zurückgewiesen, wonach sich die Kasse weigere, Ärzten geleistete Mehrarbeit zu bezahlen. Zuschläge für Sonderleistungen würden selbstverständlich honoriert, betonte die WGKK in einer Aussendung.

Zuschläge seien in der Nacht, zwischen 19:00 und 7:00 Uhr sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen vorgesehen, sofern der Arzt außerhalb der Ordinationszeit geöffnet hat. Das bedeutet: Sollte ein Vertragspartner beispielsweise seine Ordination regelmäßig am Samstag aufsperren, sei kein Zuschlag vorgesehen. Anders, wenn aufgrund eines besonderen Bedarfs die Ordination in den genannten Zeiträumen außertourlich geöffnet wird: In diesen Fällen werde auf die erbrachten Leistungen der Zuschlag in der Höhe von 50 Prozent ausbezahlt. Den Ärzten bleibe es dabei im Rahmen ihrer medizinischen Behandlungskompetenz überlassen, ob ein besonderer Behandlungsbedarf außerhalb der regelmäßigen Ordinationszeiten besteht. Im Zeitraum zwischen Oktober 2015 bis Ende September 2016 wurde in 34 Fällen der Zuschlag abgerechnet und von der WGKK honoriert.

FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein forderte hingegen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) auf, ihre Aufsichtsfunktion für die Kassen wahrzunehmen. „Es kann nicht sein, dass eine abgehobene Schicht von Sozialversicherungsfunktionären die österreichische Gesundheitsversorgung blockiert“, sagte Belakowitsch-Jenewein.