Kein Raub, nur Veruntreuung
Innsbruck – Zehn Jahre Haft hätten ihm gedroht, jetzt muss ein angeblicher Räuber aus Serbien mit maximal drei Jahren im Gefängnis rechnen. ...
Innsbruck –Zehn Jahre Haft hätten ihm gedroht, jetzt muss ein angeblicher Räuber aus Serbien mit maximal drei Jahren im Gefängnis rechnen. Zu verdanken hat der Serbe die „Straf-Okkasion“ den Innsbrucker Kripo-Beamten. Denn die fanden heraus, dass der angebliche Überfall auf ein Wettlokal nur ein Schauspiel für die Überwachungskamera war.
Die Vorgeschichte: Am 25. Oktober betrat ein maskierter Mann kurz vor der Sperrstunde ein Wettlokal in der Innsbrucker Innenstadt. Mit der Hand in der Jackentasche täuschte er eine Waffe vor und zwang so die Mitarbeiterin, ihm 7500 Euro zu übergeben.
Zwei Tage später nahmen die Kripo-Beamten nach einem Zeugenhinweis einen serbischen Studenten fest. Der 20-Jährige bestritt die Tat. Er blieb auch dabei, als sein Alibi platzte. Allerdings fanden die Beamten bald heraus, dass das „Opfer“ die Freundin des Serben ist, die den Täter aber dennoch nicht erkannt haben will.
Jetzt müssen sich beide vor Gericht verantworten. Allerdings nicht wegen Raubes, sondern wegen Veruntreuung von 7500 Euro. Zumindest für den Serben ein Glück: Die Höchststrafe für den Raub beträgt zehn Jahre, eine Veruntreuung von 7500 Euro ist mit maximal drei Jahren Haft bedroht. (tom)