Mord an Tanzlehrerin in OÖ: Keine Entscheidung über neuen Prozess
Wels (APA) - Der Drei-Richter-Senat des Landesgerichts Wels hat noch nicht entschieden, ob der Prozess gegen einen Gmunder, der nach einer t...
Wels (APA) - Der Drei-Richter-Senat des Landesgerichts Wels hat noch nicht entschieden, ob der Prozess gegen einen Gmunder, der nach einer tödlichen Sex-Attacke auf eine Tanzlehrerin zu 20 Haft Jahren Haft verurteilt wurde, neu aufgerollt wird. Inzwischen gibt es sechs Anträge für eine Wiederaufnahme, weshalb sich die Prüfung noch hinziehen werde, erklärte Gerichtssprecherin Gerlinde Hellebrand am Freitag.
Der Anwalt des wegen Vergewaltigung und versuchten Mordes durch Unterlassung rechtskräftig verurteilten 41-Jährigen liefert nach Angaben der Gerichtssprecherin noch immer neue, aus seiner Sicht entlastende Beweise nach. Wann der Richter-Senat eine Entscheidung trifft, ist offen. Hellebrand geht davon aus, dass noch mehrere Sitzungstermine nötig sind.
In der Nacht auf den 7. Juli 2013 feierten das spätere Opfer und der Gmundner im Tennisclub mit Sportkollegen. Zwei Tage später wurde die Frau schwer verletzt und halb nackt in ihrem Garten gefunden. Sie starb, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben.
Der Oberösterreicher beteuerte von Anfang an seine Unschuld und wird nicht müde, diese beweisen zu wollen. Im Oktober 2016 beantragte er daher ein Neuaufrollen. So seien Polizeiprotokolle mit entlastenden Zeugenaussagen nicht dem Gericht übermittelt worden. Ferner wollen zwei private Gutachter nachgewiesen haben, dass als Tatwaffe nur ein Pokal, der in der Nähe der Frau gefunden wurde, infrage komme. Auf der Trophäe wurden jedoch keine DNA-Spuren des Verurteilten gefunden, sehr wohl aber Blut des Opfers sowie DNA-Fremdspuren.
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