Krankenkassen: Kritik des Hauptverbands an Kern

Wien (APA) - Mit Kritik antwortet der Hauptverband der Sozialversicherungsträger auf die Pläne von Kanzler Christian Kern (SPÖ) Rücklagen de...

Wien (APA) - Mit Kritik antwortet der Hauptverband der Sozialversicherungsträger auf die Pläne von Kanzler Christian Kern (SPÖ) Rücklagen der Kassen aufzulösen. Diese seien die eiserne Reserve der Versichertengemeinschaft, argumentierte Hauptverbandschefin Ulrike Rabmer-Koller in einer Aussendung.

Derzeit verfügten gerade einmal sechs von 14 Krankenkassen über den gesetzlich vorgeschriebenen „Notgroschen“ von nicht einmal 200 Euro pro Österreicher: „Wenn die Politik will, dass man für den Krisenfall einer Epidemie nicht mehr gerüstet ist, muss man das offen bekennen“, so Rabmer-Koller.

Die Hauptverbandsvorsitzende erinnerte an das Jahr 2008, als die Sozialversicherungen einen Schuldenstand von 1,3 Mrd. Euro zu verzeichnen hatten. Jetzt, wo diese schwierige Phase endlich überwunden sei und ein finanzieller Puffer aufgebaut werde, würden schon wieder Begehrlichkeiten zu Ausgabensteigerungen wachsen. Dabei würden zusätzliche Mittel in der jetzigen Aufstellung des Systems nicht bei den Menschen ankommen, sondern nur drängende Reformen auf die lange Bank schieben.