Hessen bestätigt „vertrauliches“ Spitzengespräch zur Börsenfusion

Frankfurt/London (APA/Reuters) - Die hessische Landesregierung will am Dienstag mit Top-Managern von Deutscher Börse und London Stock Exchan...

Frankfurt/London (APA/Reuters) - Die hessische Landesregierung will am Dienstag mit Top-Managern von Deutscher Börse und London Stock Exchange (LSE) über die geplante Mega-Fusion diskutieren. Regierungssprecher Michael Bußer bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.

Zu den Inhalten wolle er sich aber nicht äußern, sagte Bußer. „Es ist ein vertrauliches Gespräch.“ Bei dem Gipfeltreffen soll es Insidern zufolge auch um den Sitz des fusionierten Unternehmens gehen. Deutsche Politiker und Aufsichtsbehörden haben deutlich gemacht, dass die Holdinggesellschaft der Mega-Börse nach dem Brexit-Votum aus ihrer Sicht nicht wie geplant in London angesiedelt werden kann.

Die Zustimmung der hessischen Börsenaufsicht gilt neben der Prüfung der EU-Kommission als größte Hürde für die gut 25 Milliarden schwere Fusion. Die Behörde hat Insidern zufolge große Bedenken gegen den Zusammenschluss, weil sie nach dem Deal mangelnde Kontrollmöglichkeiten fürchtet. Ziel des Gesprächs sei es, sich anzunähern und mögliche Lösungswege auszuloten, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen.

Eine Lösung sei allerdings noch nicht zu erwarten. An dem Gipfeltreffen teilnehmen sollen der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), sein für die Börsenaufsicht zuständiger Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Deutsche-Börse-Vorstandschef Carsten Kengeter und Aufsichtsratschef Joachim Faber sowie ihre LSE-Pendants Xavier Rolet und Donald Brydon.

~ ISIN DE0005810055 WEB http://deutsche-boerse.com

http://www.londonstockexchange.com/home/homepage.htm ~ APA517 2017-01-13/17:02