Scheidende Botschafterin warnt vor weniger US-Zahlungen an UNO

New York (APA/AFP) - Die bisherige UNO-Botschafterin der USA, Samantha Power, hat vor Streichungen bei den Zahlungen Washingtons an die Vere...

New York (APA/AFP) - Die bisherige UNO-Botschafterin der USA, Samantha Power, hat vor Streichungen bei den Zahlungen Washingtons an die Vereinten Nationen gewarnt. Streichungen wären „extrem schädlich“ für die Interessen der USA, sie würden von „Ländern wie Russland und China“ ausgenutzt, sagte Power am Freitag bei ihrer letzten Pressekonferenz in New York.

Die führende Rolle der USA auf der Welt sei zum Teil auf ihre führende Rolle in der UNO zurückzuführen, betonte Power, die mit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump den Posten räumen muss.

Die USA seien auf die Vereinten Nationen angewiesen, die UNO engagiere sich auch dort, wo dies die USA nicht täten, sagte Power unter Hinweis auf UNO-Friedensmissionen etwa in Afrika. Die USA sind bisher der größte Beitragszahler der UNO. Sie bestreiten 22 Prozent der laufenden Kosten der UNO und 28 Prozent der Kosten der Friedensmissionen, die derzeit umgerechnet rund acht Milliarden Euro im Jahr betragen.

Unter dem künftigen US-Präsidenten Trump zeichnen sich erhebliche Veränderungen im Verhältnis zwischen der UNO und dem größten Beitragszahler ab. Trump bezeichnete die UNO als einen „Club von Leuten, die zusammenkommen und eine schöne Zeit verbringen“.

Nachdem der UNO-Sicherheitsrat ein Ende der israelischen Besiedlung des Westjordanlands forderte, warnte Trump, ab dem 20. Jänner würden in den Vereinten Nationen „die Dinge anders werden“. Inzwischen wurde in den US-Senat ein Gesetz eingebracht, nach dem alle Zahlungen an die UNO eingestellt werden sollen, bis die UNO-Resolution zur israelischen Siedlungspolitik widerrufen wird.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA625 2017-01-13/20:44