Abbas beim Papst: „Franziskus liebt unser Volk und den Frieden“

Vatikanstadt/Jerusalem (APA) - Vor der Nahost-Friedenskonferenz in Paris hat Papst Franziskus am Samstag Palästinenserpräsident Mahmoud Abba...

Vatikanstadt/Jerusalem (APA) - Vor der Nahost-Friedenskonferenz in Paris hat Papst Franziskus am Samstag Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas im Vatikan empfangen. Das Gespräch sei in einem besonders freundschaftlichen Klima erfolgt.“Der Papst liebt das palästinensische Volk und den Frieden“, sagte Abbas nach dem privaten Gespräch mit dem Kirchenoberhaupt.

Abbas schenkte dem Papst einen Stein vom Kreuzigungshügel Golgota, sowie eine DVD mit einem Dokumentarfilm über die Restaurierung der Geburtskirche in Bethlehem. Franziskus schenkte Abbas eine Medaille des im November zu Ende gegangenen „Jubiläumsjahres der Barmherzigkeit“ und eine Ausgabe seines Lehrschreibens „Amoris laetitia“.

Der Vatikan anerkannte Palästina 2015 als souveränen Staat. Im Mai 2015 empfing der Papst Abbas in Rom. Der Anlass für den diesmaligen Besuch von Abbas im Vatikan ist laut Botschaftsangaben die Einweihung der palästinensischen Vertretung beim Heiligen Stuhl.

Nach Gesprächen mit politischen Vertretern Italiens reist Abbas zu der am Sonntag in Paris stattfindenden Nahost-Konferenz. Israel boykottiert das Treffen. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu nannte die Tagung am Donnerstag laut Medienberichten einen „Betrug“, der von den Palästinensern orchestriert sei und nur antiisraelische Positionen verstärken werde.