Skispringen: Kraft will in Wisla wieder um Podestplätze mitspringen

Wisla (APA) - Ein wenig im Schatten des Comeback-Tages von Gregor Schlierenzauer sind in Wisla vorerst die beiden bisherigen Saisonsieger im...

Wisla (APA) - Ein wenig im Schatten des Comeback-Tages von Gregor Schlierenzauer sind in Wisla vorerst die beiden bisherigen Saisonsieger im Team der ÖSV-Adler, Oberstdorf-Gewinner Stefan Kraft und Engelberg-Champion Michael Hayböck, gestanden. Beide waren ab der Halbzeit der Vierschanzen-Tournee von einem Magen-Darm-Virus zurückgeworfen worden, fühlen sich aber wieder bereit für den Kampf um Weltcup-Punkte.

„Der Angriff aufs Stockerl ist sicher das Ziel“, meinte Kraft, der nach den Rängen eins und drei in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen als knapper Gesamtzweiter mit guten Chancen nach Österreich gekommen war. Er glaubt, dass er schon beim Weltcup-Double in Wisla wieder an diese Form anschließen kann. „Ich bin froh, dass ich wieder ein gutes Gefühl habe. Es ist sicher ein bisserl eine windige Geschichte da. Aber ich bin wieder voller Kräfte und habe mich davor ausgerastet“, versicherte Kraft im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Noch nicht hundertprozentig in Sachen Kräftehaushalt fühlt sich sein Zimmerkollege Hayböck. Der Oberösterreicher, im Gesamt-Weltcup Sechster und damit vor Wisla zwei Ränge hinter Kraft, hat deshalb am Freitag die ersten beiden Trainingssprünge ausgelassen und ist erst in die Qualifikation eingestiegen. „Sicher habe ich auch noch ein bisschen zum Kraft aufholen wieder. Ich habe doch einiges liegen lassen“, sagte Hayböck. Er habe in den vergangenen Tagen etwas mehr in das Körperliche investiert. „Darum muss ich mich ein bisschen schonen, weil sonst übernehme ich mich gleich.“ Schon in den nächsten Tagen, glaubt er den kleinen Rückstand aufgeholt zu haben.

Den neuen alten Teamkollegen und Skisprung-Topstar Gregor Schlierenzauer hat man im Team mit Freude aufgenommen. „Es ist irgendwie anders, dass er jetzt wieder dabei ist. Er ist ein sehr bekanntes Gesicht, das ist klar, da stellt man sich schnell wieder um“, sagte Hayböck, der mit einer guten sportlichen Entwicklung des 53-fachen Weltcup-Rekordsiegers rechnet. „Ich glaube, dass man schnell wieder ganz gut auf ihn bauen kann. Er wird sich halt Schritt für Schritt heranarbeiten.“

Kraft hat bei den ersten Sprüngen des Stubaiers ein bisschen mitgefiebert. „Da schaut man natürlich drauf, wie es ihm geht. Er ist locker drauf, auch beim Fußballtennis, und von ihm kann man sehr viel lernen.“ Kraft habe sehr wohl auch dazwischen Kontakt mit Schlierenzauer gehabt. „Er hat sich immer wieder mal blicken lassen. Er hat mir immer ganz coole SMS geschrieben, wenn ich gut gehupft bin“, erzählte Kraft.