P3: FI trauert um Hotel, Ruf nach Garagen-Fusion
Innsbrucker Bauausschussobmann Krackl (FI) pocht bei Pema-Projekt auf öffentlichen (Verkehrs-)Mehrwert.
Innsbruck –Nicht mehr als 9000 m² Bruttogeschoßfläche (BGF) und ein zwingend notwendiger öffentlicher Mehrwert als Gegenleistung für die Verdoppelung der Kubatur auf diesem Areal: Diese Vorgaben für den „P3“-Turm von Pema-Chef Markus Schafferer in der Südbahnstraße beim Hauptbahnhof hat der Innsbrucker Bauausschuss am Freitagabend einstimmig beschlossen, die TT berichtete. Auf Basis dessen kann der geladene, einstufige Architekturwettbewerb nun ausgeschrieben werden. Zuvor muss Schafferer der Stadtplanung noch ein Nutzungskonzept vorlegen. Schafferer sagte in einer ersten Reaktion, dass aber erst nach Vorliegen eines Siegerprojektes entschieden werden könne, ob sich doch noch ein Großhotel rechne. Für ein Motel One mit 220 Zimmern hätte er laut Pema-Angaben mindestens 12.000 m² BGF benötigt.
Bauausschussobmann Lucas Krackl (Für Innsbruck) freut sich zwar über den einstimmigen Beschluss, trauert aber einer Großhotellösung nach: „Ob eine Hotelnutzung kommen wird, scheint mit diesem Beschluss leider mehr als fraglich.“ Kein Verständnis zeigt Krackl für den VP-Wunsch, die Zimmeranzahl auf 160 zu limitieren. Das wäre nichts anderes, als „in die Freiheit des Unternehmens protektionistisch einzugreifen“.
Umso mehr pocht Krackl nun aber auf den geforderten öffentlichen Mehrwert. Dieser könne mannigfaltig sein, sagte der Bauausschuss. Die FI-Liste will ganz konkret verkehrstechnische Verbesserungen auf diesem Areal erreichen. So schwebt Krackl die Schaffung eines dem Hauptbahnhof vorgelagerten Fernbusbahnhofs auf dem Pema-Areal vor. Wichtig sei die Schaffung einer Verbindung der bestehenden Garage mit der Bahnhofsgarage samt Erhöhung der Kapazität, sagt Krackl. Damit könne speziell der Südtiroler Platz verkehrsmäßig entlastet werden. (mami)
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