Tödlicher Raftingunfall war Schicksal
Innsbruck, Haiming – Im Juni ereignete sich in Haiming ein schwerer Raftingunfall. Mehrere Boote fuhren im Zuge einer geführten Tour stromab...
Innsbruck, Haiming –Im Juni ereignete sich in Haiming ein schwerer Raftingunfall. Mehrere Boote fuhren im Zuge einer geführten Tour stromabwärts, als im Bereich der so genannten „Kick ass“-Welle (Einmündung der Ötztaler Ache in den Inn) ein Boot kenterte. Alle acht Insassen sowie der Guide stürzten dabei ins Wasser.
Der Guide konnte sich selbst zurück ins Boot retten. Die Besatzung eines vorausfahrenden Bootes reagierte sofort und nahm die übrigen Personen auf. Ein 56-jähriger Deutscher hatte bei dem Bootsunglück jedoch das Bewusstsein verloren und verstarb später in der Klinik. Nach Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck den Akt gegen den Guide nun geschlossen.
Staatsanwalt Thomas Willam auf Anfrage der TT: „Auch wenn der Inn am Unfalltag mehr Wasser führte als üblich, hat ein Gutachten ergeben, dass der Guide die Tour sach- und fachgerecht durchgeführt hatte. Es handelt sich hier um Wildwassersport. Das Kippen eines Bootes gehört da zum Restrisiko der Sportausübung.“ (fell)