Biathlon: Athleten fordern bei Doping-Verstoß acht Jahre Sperre

Ruhpolding (APA/dpa) - Die Biathleten haben den Weltverband IBU nach den Dopingvorwürfen gegen Russland in einem gemeinsamen Brief zum Hande...

Ruhpolding (APA/dpa) - Die Biathleten haben den Weltverband IBU nach den Dopingvorwürfen gegen Russland in einem gemeinsamen Brief zum Handeln aufgefordert. Das Schreiben, das schon nach einem Athleten-Treffen in Oberhof in der vergangenen Woche angekündigt worden war, wurde in den vergangenen Tagen in Ruhpolding von den Skijägerin unterzeichnet.

„Wir stellen uns vor, dass bei einem ganz klaren Dopingverstoß die Höchststrafe bei acht Jahren liegt, dass die Nationen, die Dopingfälle haben, auch ihre Startplätze verlieren“, sagte der deutsche Biathlet Erik Lesser. Laut weltweit gültigem WADA-Reglement liegt die Standardstrafe bei Erstverstößen allerdings bei vier Jahren.

Geht es nach den Biathleten, sollten auch Nationen finanziell härter bestraft werden. „Es gibt die großen Verbänden, und da nenne ich jetzt ganz bewusst Russland zuerst, da spielt Geld nicht unbedingt eine Rolle“, sagte Lesser. Den Sportlern sei bewusst, so Lesser, dass es keine positiven Fälle gebe. „Aber wenn es den Fall gibt, dass es eine positive Probe gibt, dann müssen die Sportler, die gedopt haben, mit aller Konsequenz, mit aller Härte bestraft werden.“

Nach dem Dopinganschuldigungen aus dem McLaren-Report gegen 31 russische Skijäger hat der Weltverband für kommenden Samstag in Antholz eine außerordentliche Vorstandssitzung einberufen. Dort sollen weitere Entscheidungen getroffen und die Ergebnisse veröffentlicht werden. Zu der Pressekonferenz sind auch die Sportler eingeladen. Bisher wurden zwei russische Biathletinnen gesperrt. Die Russen hatten unter anderem den Weltcup in Tjumen zurückgegeben.