Die Wacker-Spieler bleiben vorerst Heimschläfer
Das Trainingslager in Ägypten scheiterte am Veto der Wacker-Spieler, nun wird nach einer Variante zuhause Ausschau gehalten.
Von Florian Madl
Innsbruck –Die Idee eines Trainingslagers in Ägypten hatte kein positives Echo zur Folge. Die Wacker-Spieler sprachen sich vergangenen Donnerstag mehrheitlich gegen einen Aufenthalt im ägyptischen El Gouna aus. Da tat es auch nichts zur Sache, dass die Reise für die finanziell angeschlagenen Tiroler aus ökonomischer Sicht verständlich gewesen wäre – ein deutsches Reiseunterneh-men hätte die Kosten getragen. Wohl ein Werbefeldzug angesichts der nicht unproblematischen politischen Situation, die Gästezahlen in Destinationen wie Türkei und Ägypten waren zuletzt zurückgegangen.
General Manager Alfred Hörtnagl registrierte die Entscheidung der Spieler nüchtern: „Ein großer Teil der Mannschaft war dagegen, da wollen wir von Vereinsseite nicht drübergehen.“ Man werde nun zuhause bleiben, meinte der Wipptaler. „Dass ein paar Spieler fahren und andere nicht, wäre nicht in Frage gekommen.“ Druck ausüben wolle man keinen, Hörtnagl kann die Situation verstehen. Schließlich war der 50-Jährige einst selbst einer von fünf Nationalspielern aus den Reihen des damaligen FC Tirol, die sich gegen eine Reise zum brisanten WM-Qualifikationsspiel in Tel Aviv gegen Israel entschieden hatten (neben Edi Glieder, Robert Ibertsberger, Roland Kirchler und Walter Kogler). Die Situation hatte sich damals hochgeschaukelt, Teamchef Otto Baric wollte bei manchen „Verweigerern“ im Oktober 2001 gar „mangelnde Begeisterung für die Nationalmannschaft“ registriert haben.
Trainer Karl Daxbacher wird das Team nun in den empfindlich kühleren Gefilden Mitteleuropas für die kommende Saison stählen. Damit seine Mannschaft in der Sky Go Erste Liga keine kalten Füße bekommt. Nächstes Testspiel: in Kufstein (20. Jänner, 17 Uhr).
Kommentare