Europas Leitbörsen zur Eröffnung mehrheitlich im Minus erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - An den europäischen Aktienmärkten dürfte es nach den Gewinnen zum Wochenschluss mehrheitlich vorerst wiede...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - An den europäischen Aktienmärkten dürfte es nach den Gewinnen zum Wochenschluss mehrheitlich vorerst wieder abwärts gehen. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 notierte am Montag rund eine halbe Stunde vor Handelsbeginn um 0,39 Prozent tiefer.

Auch beim X-DAX als Indikator für den deutschen Leitindex DAX zeichnete sich eine etwas leichtere Eröffnung ab, er lag zuletzt 0,38 Prozent im Minus. Der Future auf den Londoner Aktienindex FTSE-100 hingegen deutete eine Eröffnung mit leichten Gewinnen an. Er notierte rund eine halbe Stunde vor Handelsbeginn 0,30 Prozent im Plus.

Am Freitag hatten alle drei Indizes im Plus geschlossen. Dem DAX gelang es allerdings weiter nicht, sich von der Fessel bei 11 600 Punkten zu lösen. Den großen US-Indizes Dow Jones Industrial und S&P 500 fehlte die Zugkraft. Am Montag wird an der Wall Street feiertagsbedingt nicht gehandelt.

So wird vor allem in Richtung Asien geschaut, wo die Investoren Marktteilnehmern zufolge etwas in die Defensive gingen. Grund seien Berichte vor der Grundsatzrede der britischen Premierministerin Theresa May zum Brexit, wonach die britische Regierung wohl auf Konfrontationskurs zur EU gehen werde. Gegenüber dem US-Dollar fiel das Pfund auf ein Rekordtief seit 1985, zum Euro immerhin auf das tiefste Niveau seit November.

Im DAX besonders im Blick stehen die Autowerte Daimler, BMW und VW. Einem Börsianer zufolge könnten sie unter einem Interview leiden, das der designierte US-Präsident Donald Trump der „Bild“-Zeitung und der Londoner „Times“ gegeben hatte. Darin drohte er mit hohen Strafzöllen für Wagen für den US-Markt, die nicht in den Vereinigten Staaten produziert wurden.

Damit könnten auch deutschen Autobauern unter Trump in den USA harte Zeiten bevorstehen. Er sagte: „Sie können Autos für die USA bauen, aber sie werden für jedes Auto, das in die USA kommt, 35 Prozent Steuern zahlen.“ Dem Hersteller BMW, der 2019 eine Fabrik in Mexiko eröffnen will, legte Trump nahe, die Fabrik in den USA zu bauen.

Im vorbörslichen Handel bei Tradegate lagen die Anteilscheine von BMW gegenüber dem Xetra-Schluss vom Freitag mehr als 2 Prozent tiefer. Für die Vorzugsaktien von Volkswagen ging es um knapp 1 Prozent nach unten, die Papiere von Daimler verloren fast 2 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA056 2017-01-16/08:41