Europas Leitbörsen zur Eröffnung mehrheitlich schwächer
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag mehrheitlich schwächer eröffnet. Der 50 wichtige Unternehmen der Euroz...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag mehrheitlich schwächer eröffnet. Der 50 wichtige Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor gegen 9.40 Uhr 0,68 Prozent oder 22,71 Punkte auf 3.301,63 Einheiten. Der deutsche Leitindex DAX gab belastet von klaren Verlusten bei den Autowerten um 0,61 Prozent oder 70,99 Zähler auf 11.558,19 Punkte nach.
Knapp im Plus notierte hingegen der britische FTSE-100, der um 0,01 Prozent oder 0,41 Einheiten auf 7.338,22 Punkte stieg. Unterstützung kam hier von einer Abschwächung des britischen Pfunds. Dieses ist im Vorfeld der für Dienstag anberaumten Grundsatzrede der britischen Premierministerin Theresa May zum Brexit gegenüber dem US-Dollar auf den tiefsten Stand seit 1985 gefallen. Gegenüber dem Euro erreichte das Pfund den niedrigsten Stand seit vergangenem Dezember.
Im DAX gehörten die Aktien von Daimler (minus 1,92 Prozent), Volkswagen (minus 1,44 Prozent) und BMW (minus 1,18 Prozent) zu den größten Verlierern. Der künftige US-Präsident Donald Trump hat in einem Zeitungsinterview Strafzölle für die deutschen Autohersteller angekündigt. „Sie können Autos für die USA bauen, aber sie werden für jedes Auto, das in die USA kommt, 35 Prozent Steuern zahlen“, sagte Trump in einem Gespräch mit der deutschen „Bild“ und der britischen „Times“.
Im Euro-Stoxx-50 sprangen die Aktien von Essilor um über 15 Prozent nach oben und setzten sich damit mit klarem Abstand an die Indexspitze. Der französische Brillenglasproduzent hat sich mit dem italienischen Brillenhersteller Luxottica auf eine Fusion im Volumen von etwa 46 Mrd. Euro geeinigt. Der gemeinsame Umsatz wird nach Unternehmensangaben 15 Mrd. Euro betragen und von mehr als 140.000 Mitarbeitern in über 150 Ländern erwirtschaftet werden. Luxottica-Papiere wurden ebenfalls sehr stark nachgefragt und gewannen an der Mailänder Börse 8,86 Prozent.
An der Stockholmer Börse gerieten die Anteilsscheine von Hennes & Mauritz (H&M) im Eröffnungshandel unter Druck und tendierten um 2,92 Prozent tiefer. Die Modekette hat ihren Umsatz im Dezember erneut weniger stark gesteigert als erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Erlöse in Landeswährungen inklusive Umsatzsteuer um sechs Prozent zu. Analysten hatten im Schnitt ein Umsatzplus von neun Prozent erwartet.
Datenseitig sind im weiteren Tagesverlauf keine größeren Impulse zu erwarten. „Die neue Woche startet verhalten“, kommentieren die Analysten der Helaba. In den USA würden wegen eines Feiertages ohnehin keine Konjunkturdaten veröffentlicht und auch in der Eurozone und Großbritannien stünden außer Reden von Notenbankern „keine bemerkenswerten Einträge“ im Datenkalender. Sprechen werden im Tagesverlauf unter anderem der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Peter Praet, sowie der Chef der britischen Notenbank, Mark Carney.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA085 2017-01-16/09:46