Modekonzern Boss hat 2016 besser als befürchtet abgeschnitten

Metzingen (APA/Reuters/dpa) - Der Modekonzern Hugo Boss hat 2016 nach ersten Berechnungen seine Einbußen eingegrenzt. Das Betriebsergebnis (...

Metzingen (APA/Reuters/dpa) - Der Modekonzern Hugo Boss hat 2016 nach ersten Berechnungen seine Einbußen eingegrenzt. Das Betriebsergebnis (Ebitda vor Sondereffekten) werde wohl am oberen Ende der Prognosespanne liegen, während der Umsatz lediglich um 4 Prozent auf 2,69 Mrd. Euro geschrumpft sei, teilte Boss am Montag mit.

Konzernchef Mark Langer hatte zuletzt ein Umsatzminus von bis zu 10 Prozent und einen Rückgang des Betriebsergebnisses von 17 bis 23 Prozent befürchtet. 2015 verbuchte Boss ein Ebitda von 594 Mio. Euro.

Gegenüber dem bisherigen Jahresverlauf habe sich das vierte Quartal besser entwickelt. „Die Ergebnisse des vierten Quartals zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Langer. „In China haben wir im zweiten Halbjahr den Turnaround geschafft. Auch in Europa haben wir uns in einem schwierigen Marktumfeld gut behauptet.“

„Wir sind zuversichtlich, damit auf einen nachhaltigen profitablen Wachstumskurs zurückzukehren.“ Nach den bisherigen Planungen soll das allerdings erst 2018 gelingen. Seine komplette Bilanz legt Boss am 9. März vor.

Langer hatte nach dem überraschenden Abgang von Firmenchef Claus-Dietrich Lahrs im Februar 2016 die Verantwortung übernommen. Der ehemalige McKinsey-Mann verordnete Boss ein Restrukturierungsprogramm, das neben der Schließung von Läden und den Ausstieg aus dem Großhandel in den USA eine langsamere Expansion vorsieht. Zuletzt brach er zudem mit der Strategie seines Vorgängers und verabschiedete sich vom Luxusmarkt.

~ ISIN DE000A1PHFF7 WEB http://www.hugoboss.com/ ~ APA089 2017-01-16/09:48