Deutscher Botschafter warnt China vor „protektionistischen Tendenzen“

Peking/Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Botschaft in China drängt die Volksrepublik zu einer Öffnung ihrer Märkte für ausländische Untern...

Peking/Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Botschaft in China drängt die Volksrepublik zu einer Öffnung ihrer Märkte für ausländische Unternehmen.

„Chinas politische Führung versichert uns immer wieder, dass eine weitere Öffnung für ausländische Investitionen, gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen sowie der Schutz des geistigen Eigentums Priorität haben“, heißt es in einer am Montag verbreiteten Erklärung von Botschafter Michael Clauss.

„Allerdings sagen uns viele Firmen, dass ihre Schwierigkeiten in diesen Bereichen zugenommen haben.“ Das politische Versprechen einer Gleichbehandlung scheine oft „protektionistischen Tendenzen zu weichen“.

Clauss zufolge sehen sich deutsche Firmen nach wie vor Hürden in der Volksrepublik ausgesetzt. Dazu gehöre die Verpflichtung, Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischen Firmen einzugehen, die häufig staatlich kontrolliert seien. Deutschland sei bereit zur Kooperation mit dem Exportweltmeister, um protektionistische und populistische Tendenzen zu bekämpfen. Chinas Präsident Xi Jinping wird in dieser Woche zum Weltwirtschaftsgipfel in Davos erwartet.