SPD-Wirtschaftssprecher - Trump ist Protektionismus pur
Washington (APA/Reuters) - Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Bernd Westphal hat sich entsetzt über die Drohungen des gewäh...
Washington (APA/Reuters) - Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Bernd Westphal hat sich entsetzt über die Drohungen des gewählten US-Präsidenten Donald Trump geäußert, in Mexiko produzierte deutsche Autos mit Importzöllen belegen zu wollen. „Das ist Protektionismus pur“, sagte Westphal am Montag. „Offene Märkte nützen auch den USA“, hielt er Trump entgegen.
Der SPD-Politiker warnte aber: „Wir sollten jetzt nicht in eine protektionistische Spirale von Abwehrschlachten hineinkommen.“ Jetzt mit gleicher Münze zurückzahlen zu wollen, sei der falsche Weg.
Westphal sprach sich dafür aus, mit der Trump-Regierung möglichst schnell über die Ausgestaltung des Handels zu sprechen. „Die Europäische Kommission muss Gespräche mit der neuen Administration aufnehmen“, forderte er mit Blick auf Brüssel. Ziel müsse sein, die neue US-Regierung davon zu überzeugen, an einer Politik der offenen Märkte festzuhalten. Westphal hofft denn auch, dass Trump am Ende seine jüngsten Ankündigungen nicht umsetzt. „Das glaube ich ganz sicher“, sagte er zur Frage, ob Trump seine Positionen als Präsident ändern werde. „In der Realität angekommen, wird er erkennen, dass eine Abschottung den Amerikanern nicht helfen wird“, sagte er.