Gabriel: USA müssen bessere Autos bauen

Berlin/Washington (APA/Reuters/dpa) - Der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die USA vor einer Abschottung durch Strafste...

Berlin/Washington (APA/Reuters/dpa) - Der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die USA vor einer Abschottung durch Strafsteuern etwa für im Ausland produzierte Autos gewarnt. „Die amerikanische Autoindustrie wird dadurch schlechter, schwächer und teurer“, sagte der SPD-Vorsitzende der „Bild“ am Montag.

Zudem würden sich amerikanische Autobauer umgucken, wenn auch Zulieferteile, die nicht in den USA produziert würden, mit Strafzöllen belegt würden, konterte Gabriel den künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Auf die Frage, wie dies zu ändern sei, sagte Gabriel: „Dafür müssen die USA bessere Autos bauen.“

Trump hatte in einem Interview der „Bild“-Zeitung (Montag) und der Londoner „Times“ mit Blick auf deutsche Autobauer gesagt: „Sie können Autos für die USA bauen, aber sie werden für jedes Auto, das in die USA kommt, 35 Prozent Steuern zahlen.“ Dabei erklärte er allerdings auch: „Wenn sie also für die Welt Autos bauen wollen, würde ich ihnen alles Gute wünschen.“

Er äußerte zudem Zweifel daran, ob Trump seine Pläne etwa für Strafsteuern auf aus Mexiko importierte Autos überhaupt umsetzen könne: „Ich würde mal abwarten, was dazu der von Republikanern dominierte Kongress sagt. Das sind eigentlich Politiker, die das Gegenteil von Herrn Trump wollen.“ Zur Forderung Trumps, BMW solle ein neues Werk in den USA und nicht in Mexiko bauen, verwies Gabriel auf die Fabrik in Spartanburg. Dort hat BMW seit vielen Jahre ein großes Werk, das für den US- und Weltmarkt produziert.