Italien erlaubt gemeinnützige Tätigkeiten für Asylwerber

Rom (APA) - Im Rahmen einer Reform des Einwanderungsgesetzes will Italien Asylwerber künftig schneller in den Arbeitsmarkt integrieren, zugl...

Rom (APA) - Im Rahmen einer Reform des Einwanderungsgesetzes will Italien Asylwerber künftig schneller in den Arbeitsmarkt integrieren, zugleich sollen Abschiebungen beschleunigt werden. Während ihr Asylantrag geprüft wird, soll es Flüchtlingen künftig erlaubt sein, gemeinnützige Arbeiten zu leisten. Die Asylrechts-Reform wird Innenminister Marco Minniti am Mittwoch im Parlament in Rom vorstellen.

Migranten mit Fachausbildungen sollen nach deutschem Modell in Unternehmen integriert werden. Zugleich soll die Abschiebung abgelehnter Asylwerber beschleunigt werden. Die italienische Regierung will sich dafür verstärkt um bilaterale Abkommen mit afrikanischen Ländern zur Rückführung von Migranten ohne Recht auf Verbleib in Italien einsetzen. Die Prozeduren zur Identifizierung und Ausweisung von Migranten sollen beschleunigt werden.

„Wer Recht auf einen Verbleib in Italien hat, soll integriert werden. Wir werden aber unnachgiebig mit all jenen Personen sein, die kein Recht auf Verbleib haben“, verlautete es im Innenministerium in Rom laut Medienangaben.

In Italien wird auch 2017 mit einem starken Flüchtlingszustrom gerechnet. In den ersten zwölf Tagen dieses Jahres sind bereits 729 Migranten in Italien eingetroffen, das sind 60 pro Tag, drei Mal so viel wie gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016.