Ein 40-faches „Prost Salve“
„Unsinnige“ Aktivitäten gibt es schon seit mehr als hundert Jahren, 1977 wurde aber mit der 1. Schwazer Faschingsgilde ein Trägerverein geboren.
Schwaz –Silberstadt, Kulturstadt, Schulstadt, Sportstadt – darüber hinaus ist Schwaz aber auch die Faschingshochburg des Unterlandes. „Unsinnige“ Aktivitäten gibt es schon seit mehr als hundert Jahren, 1977 wurde aber mit der 1. Schwazer Faschingsgilde ein Trägerverein geboren, der seit damals alle närrischen Aktivitäten bündelt und Schwaz zur Narren-Metropole des Unterinntales machte. Seither beherrscht das „Prost Salve“ als Narren-Schlachtruf die 5. Jahreszeit. Es war Alf Lerchbaumer, der im Sommer 1977 Gleichgesinnte um sich scharte, die die 1. SFG 77 ins Leben riefen und als gemeinnützigen Verein anmeldeten.
Alf Lerchbaumer, nach wie vor Vordenker der Gilde, sowie Kurt Prem und Helmut Thurnbichler standen dem ersten Gildenrat vor. Erster Narrenbürgermeister war Brückenwirt Franz Krammer. Seit damals werden honorige Bürger als Ehrensenatoren ins närrische Boot geholt. Mit dem Faschingsauftakt am 11. 11., dem Kindermaskenfest, der Weibernacht (heuer am 11. Februar) und dem Geschehen am „Unsinnigen“ hat die Gilde vier Fixpunkte im Faschingsgeschehen verankert. So „unsinnig“ diese Veranstaltungen ablaufen, so sinnvoll ist das soziale Engagement: Ein Großteil der Einnahmen kommt bedürftigen Schwazern zugute. 120.000 Euro sind es seit Bestehen der 1. SFG 77.
Das 40-Jahr-Jubiläum wird heuer mit speziellen Gala-Abenden gefeiert. Auf dem Programm steht ein Feuerwerk an Gags, Show-, Tanz- und Kabarett-Einlagen. Das Besondere: Auf der Bühne stehen nur Mitglieder des Gildenrates und des Ehrensenats. Karten für die beiden Veranstaltungen am 27. Jänner und am 4. Februar im SZentrum gibt es im Vorverkauf im Schwazer Rathaus. (hö)