Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Asienweit verlief der Handel verhalten und o...
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Asienweit verlief der Handel verhalten und ohne größere Impulse.
Kursverluste verzeichneten die Börsen in Tokio, Hongkong und Shanghai. Der japanische Nikkei-225 fiel um 1,00 Prozent auf 19.095,24 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 0,96 Prozent auf 22.718,15 Einheiten. Der Shanghai Composite gab um 0,30 Prozent auf 3.103,43 Punkte nach.
Im grünen Bereich notierten hingegen die Aktienmärkte in Mumbai und Sydney. Der indische Leitindex Sensex 30 gewann 0,18 Prozent auf 27.288,17 Zähler. Der australische All Ordinaries Index legte 0,45 Prozent auf 5.803,00 Einheiten zu.
In Japan sorgte der weiter aufwertende Yen für Belastung. Im Gegenzug schwächte sich der US-Dollar ab und wurde zuletzt nur mehr knapp über 114 Yen gehandelt. Mitte Dezember ist er noch bei über 118 Yen gestanden. Ein festerer Yen gilt als Belastungsfaktor für japanische Aktien, da er die Produkte der japanischen Unternehmen außerhalb des Landes verteuert.
Auf Unternehmensseite rückte in Tokio Takata in den Mittelpunkt. Im Rechtsstreit um defekte Airbags hat sich der Autozulieferer mit dem US-Justizministerium auf einen Vergleich geeinigt. Das Unternehmen wird ein Schuldeingeständnis ablegen und eine Strafe von einer Milliarde US-Dollar zahlen. Nachdem am Freitag bereits medial durchgesickert war, dass eine Einigung kurz bevorstehen würde, hatten die Takata-Aktien zu Wochenschluss über 17 Prozent zugelegt. Am Montag kamen sie nun deutlich zurück und beendeten den Handelstag um 10,56 Prozent tiefer.
In China belasteten einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge Sorgen über weitere Börsengänge, die Liquidität von den bereits notierten Unternehmen abziehen könnten. Im vergangenen Monat habe es 45 Börsengänge gegeben, dies sei die höchste Zahl seit 1997, hieß es in dem Bericht weiter. An der neben Shanghai zweitwichtigsten Börse in Festlandchina, in Shenzhen, kam es zu Kursturbulenzen. Der Leitindex der Börse Shenzhen lag zwischenzeitlich über sechs Prozent im Minus. Aus dem Handel ging er um 3,62 Prozent niedriger bei 1.851,41 Zählern.
In Sydney gaben die Titel des Gesundheitskonzerns Primary Health Care um 2,77 Prozent nach. Konzernchef Peter Gregg hatte am Freitagabend seinen Rücktritt erklärt.
In Mumbai brachen Infosys-Aktien um 4,92 Prozent ein. Der IT-Konzern hatte zuvor seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr wegen Unsicherheiten in wichtigen Absatzmärkten des Unternehmens gesenkt.