CDU-Fraktionsvize - Die US-Strafzölle auf Autos werden nicht kommen

Washington/Berlin (APA/Reuters) - CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs hat angesichts der Drohungen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump geg...

Washington/Berlin (APA/Reuters) - CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs hat angesichts der Drohungen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump gegen deutsche Firmen zu Gelassenheit aufgerufen. „Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Trump wird nicht alles, mit dem er jetzt droht, durchsetzen können“, sagte Fuchs am Montag zu Reuters. „Strafzölle müssen vom Kongress abgesegnet werden. Nicht einmal da stehen alle Republikaner hinter ihm.“

Deutsche Firmen sollten sich nicht einschüchtern lassen. Der Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU, Wolfgang Steiger, äußerte sich ähnlich.

Der CDU-Politiker Fuchs gab zu bedenken, dass Strafzölle zu höheren Autopreisen in den USA führen würden. „Spätestens wenn die Preise in den USA signifikant steigen werden, wird er sich dem Druck seiner Wähler beugen müssen. Doch so weit wird es nicht kommen“, sagte Fuchs. „Mit wechselseitigen Handelsbarrieren, neuen Grenzzäunen und prohibitiven Schutzzöllen verlieren wir alle, Europäer, Deutsche, Amerikaner.“ BMW habe seine größte Produktionsstätte weltweit in South Carolina gebaut und sei inzwischen der größte Exporteur aus den USA. Die für Handelsfragen zuständige EU müsse jetzt mit einer Stimme sprechen.

Steiger wies darauf hin, dass das Amt den Menschen präge, nicht der Mensch das Amt. „Die USA sind an internationale Handelsverträge gebunden wie viele unserer Partner außerhalb der EU“, sagte Steiger zu Reuters. Gerade deutsche Autofirmen stünden zudem für die gegenseitige internationale Vernetzung.