FPÖ will Hochstein auslagern
Eine eigene Gesellschaft soll den Hochstein führen, schlägt die Lienzer FPÖ vor.
Von Catharina Oblasser
Lienz –Die Skigebiete am Hochstein und am Zettersfeld gehören beide zur Lienzer Bergbahnen AG. Das muss nicht so bleiben, wenn es nach der Lienzer FPÖ geht. Gemeinderat Sepp Blasisker schlägt vor, den Hochstein in eine eigene Gesellschaft zu überführen und den Liftkartenverbund mit dem Zettersfeld zu beenden. „Dann könnte man am Hochstein günstigere Karten anbieten und damit viele einheimische Familien anlocken“, ist Blasisker überzeugt.
Vorher müssten jedoch klare Zahlen über die Verluste auf den Tisch, die am Hochstein jährlich anfallen würden. Kolportiert werden Summen von 500.000 bis 800.000 Euro pro Winter. Diese Verluste schmälern die Gewinne, die die Lienzer Bergbahnen AG am Zettersfeld einfährt. Die Bergbahnen AG ist im Besitz von TVB und Stadt Lienz. Beide Besitzer haben wenig Lust, jährlich für die Abgänge zu zahlen. Darüber hinaus bräuchte es Millionen für neue Investitionen in beiden Skigebieten, doch diese sind schon gar nicht in Sicht.
Für die Hochstein-Sondersitzung, die die FPÖ verlangt hat, gab es im Gemeinderat nicht die nötigen Stimmen. Sie findet also nicht statt. Für heute hat BM Elisabeth Blanik eine Sitzung mit allen fünf Fraktionsführern aus dem Lienzer Gemeinderat zum Thema Hochstein angekündigt.