Fußball: China geht gegen „irrationale“ Gehälter für Stars vor

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~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA169 vom 16.01.2017 muss es im zweiten Satz richtig heißen: vier ausländische Spieler (nicht: fünf). Im dritten Satz des dritten Absatzes muss zudem korrigiert werden: Auch der Argentinier Carlos Tevez (nicht: sein Landsmann). --------------------------------------------------------------------- ~ Peking (APA/dpa/Reuters) - Chinas Fußballverband will mit einer Regeländerung gegen überzogene Gehälter für Stars aus dem Ausland vorgehen. Wie der Verband am Montag mitteilte, sollen ab der kommenden Saison nur noch drei statt wie bisher vier ausländische Spieler pro Verein auf dem Platz stehen dürfen. Zudem sollen pro Spiel mindestens zwei heimische Nachwuchsspieler, die nach 1994 geboren wurden, im Kader stehen.

Laut Mitteilung sollen so die „irrationalen“ Ausgaben der chinesischen Clubs für Ablösesummen und Gehälter ausländischer Stars unter Kontrolle gebracht werden. Mehr als vier Milliarden Yuan (540 Millionen Euro) zahlten chinesische Clubs 2016 für 95 ausländische Spieler, wie Chinas „Volkszeitung“ berichtete. Den Clubs ist es aber weiterhin gestattet, fünf ausländische Spieler beim Verband zu melden, nur spielen können sie eben nicht gemeinsam, wurde auch verlautet.

In den vergangenen Wochen sorgten gleich mehrfach Rekordangebote aus China für Aufsehen. Der brasilianische Nationalspieler Oscar wurde von Shanghai SOPG verpflichtet und soll dort künftig mehr als 21 Millionen Euro im Jahr kassieren. Auch der Argentinier Carlos Tevez wechselte nach China und soll ein Gehalt in zweistelliger Millionenhöhe pro Saison bekommen. Neben Oscar folgte mit John Obi Mikel zudem ein zweiter Chelsea-Spieler dem Ruf aus China.

Chelsea-Trainer Antonio Conte bleibt trotzdem gelassen. „Die englische Liga ist die erste in der ganzen Welt, jeder Spieler will dort spielen, wegen vieler positiver Dinge. Deshalb glaube ich nicht, dass diese Angebote aus China eine Gefahr für unsere Liga sind“, schilderte der Italiener seine Sicht.