IAEA - Iran hat Vereinbarung zu Uran-Zentrifugen eingehalten

Wien (APA/Reuters) - Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA den Termin für die Verlagerung Hunderter Zentrifu...

Wien (APA/Reuters) - Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA den Termin für die Verlagerung Hunderter Zentrifugen zur Urananreicherung eingehalten. Die Zentrifugen seien wie im Atomabkommen mit den USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland vereinbart, aus der in einem Gebirgsbunker versteckten Anlage Fordow weggebracht worden, teilte die IAEA am Montag in Wien mit.

Dem Vertrag zufolge darf der Iran in der Anlage nahe der Stadt Kom in den nächsten 15 Jahren kein Uran anreichern. Das Land darf aber rund 1.000 Zentrifugen für andere Zwecke behalten. Am Montag bestätigte auch ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin, dass sich der Iran an das Abkommen halte.

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat das 2015 nach langen Verhandlungen erzielte Abkommen mehrfach als „schlechten Deal“ bezeichnet und angedeutet, es aufkündigen zu wollen. In einem „Bild“- und „Times“-Interview bezeichnete er es zuletzt als eine der dümmsten Vereinbarungen, die er je gesehen habe.

Das Abkommen soll die Islamische Republik davon abhalten, Atomwaffen zu entwickeln. Der Iran hat eine Neuverhandlung des Atomabkommens selbst um den Preis neuer Sanktionen ausgeschlossen. „Es wird keine neuen Verhandlungen geben und das Abkommen wird nicht noch einmal aufgeschnürt“, zitierte die Nachrichtenagentur Irna an Sonntag den Vizeaußenminister Abbas Arakshi. „Die Atomgespräche mit den USA sind vorbei und es gibt nichts mehr zu diskutieren“, sagte er.