Rohstoffe (Nachmittag) - US-Ölpreis im Verlauf etwas leichter

Wien (APA) - Der US-Ölpreis hat am Montag im späten europäischen Handel leicht schwächer gegenüber dem Vortag tendiert. Kurz vor 17.00 Uhr k...

Wien (APA) - Der US-Ölpreis hat am Montag im späten europäischen Handel leicht schwächer gegenüber dem Vortag tendiert. Kurz vor 17.00 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 52,26 Dollar und damit um 0,21 Prozent weniger als am Freitag Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 55,40 Dollar gehandelt, und damit geringfügig um 0,09 Prozent tiefer als zuletzt.

Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich auf die Umsetzung der angekündigten Produktionskürzungen, kommentierten die Commerzbank-Analysten. Nimmt man die bisherigen Verlautbarungen der an den Kürzungen beteiligten Produzentenländer als Maßstab, liegt diese bei ca. 70 Prozent. Wie schwierig die Umsetzung wird, zeigt das Beispiel Irak. Dieser will zwar seine Ölexporte aus dem Süden des Landes im Jänner deutlich reduzieren, hatte aber wenige Tage zuvor für Februar eine Ausweitung der Exporte auf ein Rekordniveau in Aussicht gestellt.

Wenn die Kürzung nur von so kurzer Dauer ist, wird dies kaum ausreichen, den Ölmarkt ins Gleichgewicht zu bringen, so die Commerzbank-Experten weiter. Dann dürften sich die auf steigende Preise setzenden Marktteilnehmer aus dem Markt zurückziehen und die Preise entsprechend unter Druck geraten.

Das Gold-Nachmittagsfixing in London lag bei 1.203,00 Dollar und damit höher gegenüber dem Freitagnachmittags-Fixing von 1.190,35 Dollar. Gründe für die jüngsten Zugewinne sind nach Meinung der Commerzbank-Experten unter anderen markige Aussagen des designierten US-Präsidenten Donald Trump wenige Tage vor dessen Amtseinführung sowie neue Entwicklungen beim Brexit. Britischen Zeitungen zufolge will Premierministerin Theresa May angeblich am Dienstag ihre Pläne zum Brexit konkretisieren.

Unterstützung erhält Gold auch wieder seitens der Investoren. Erstmals seit den US-Wahlen verzeichnete der SPDR Gold Trust vergangenen Freitag wieder einen Zufluss. Zudem scheint der Gegenwind seitens des US-Dollar und der Anleiherenditen nachzulassen.