Merkel kündigt harten Kampf für offene Märkte und Wettbewerb an
Köln/Berlin/Washington (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen harten Kampf für internationalen Freihandel und ...
Köln/Berlin/Washington (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen harten Kampf für internationalen Freihandel und Offenheit der Märkte angekündigt. Auf einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln forderte sie am Montagabend die deutschen Unternehmen auf, sich diesem Kampf anzuschließen. Die Staatengemeinschaft habe die Finanzkrise durch Offenheit und Zusammenarbeit gemeinsam bewältigt.
Aber heute würde einige schon wieder Auswege im Protektionismus suchen, sagte Merkel, ohne den künftigen US-Präsidenten Donald Trump namentlich zu erwähnen. „Ich bin da sehr entschieden. Aber die Zahl derer, die Zweifel anmelden, wird größer“, sagte sie mit Hinweis auf Freihandelsabkommen. Sie sei zutiefst davon überzeugt, dass Offenheit sowie die Akzeptanz von Wettbewerb die beste Voraussetzung zum Erhalt des Wohlstands in der Welt seien.
Im Zusammenhang mit dem von ihr unterstützten transatlantische Handelsabkommen TTIP sprach Merkel von einer nötigen Schlacht, die man „aus Prinzip“ schlagen müsse. „Und ich bin dazu gerne bereit.“ Die deutschen Unternehmen forderte Merkel ausdrücklich auf, sie zu unterstützen. „Ich bitte Sie, wirklich nicht aus kurzfristigen Opportunitätsgründen zu schnell von dem abzuweichen, dass wir als grundlegend richtige und erfolgreiche Prinzipien immer und immer wieder erkannt haben“, mahnte sie. „Wer nicht für seine Ideale, für seine Grundwerte eintritt, wer um des kleinen Vorteils kurzfristig die Grundlage aufgibt, der wird dauerhaft nicht erfolgreich sein.“
Trump hatte zuletzt auch deutsche Unternehmen aufgefordert, ihre Produktion von Mexiko in die USA zu verlagern. Andernfalls sollen sie hohe Einfuhrzölle zahlen.