Wirken von Teddy Kollek zu 10. Todestag in Wien gewürdigt

Jerusalem/Wien (APA) - Teddy Kollek ist anlässlich seines 10. Todestags (2. Jänner) in Wien gewürdigt worden. Peter Florianschütz, Präsident...

Jerusalem/Wien (APA) - Teddy Kollek ist anlässlich seines 10. Todestags (2. Jänner) in Wien gewürdigt worden. Peter Florianschütz, Präsident der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft, bezeichnete den ehemaligen Bürgermeister von Jerusalem bei einer Diskussionsveranstaltung im Rathaus am Montagabend als „Mythos, den man nachstreben muss“. Wegbegleiter schilderten ihre Eindrücke vom Menschen Teddy Kollek.

Teddy Kollek wurde 1911 in Ungarn geboren, später übersiedelte seine Familie nach Wien. 1934 wanderten die Kolleks nach Palästina aus. 1965 wurde Teddy Kollek dort Bürgermeister und gründete ein Jahr später die Jerusalem Foundation mit dem Ziel, unterprivilegierte Wohnviertel in der Stadt zu fördern.

Das Podium war sich einig, dass Teddy Kollek durch sein Wirken für ein friedliches Zusammenleben aller Bevölkerungsgruppen in Jerusalem zu einer wichtigen Symbolfigur wurde. Sein Engagement wurde vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Ehrenbürgertitel von Wien. Irene Pollak, eine langjährige Mitarbeiterin Kolleks, erinnerte sich an ihren Chef als Mann, „der sich der Geschichte bewusst war und das Nebeneinander befürwortet“.

Neben den anwesenden Diskussionsteilnehmern wäre noch eine andere honorige Persönlichkeit eingeladen gewesen: Der kürzlich verstorbene frühere Chefredakteur der „Jerusalem Post“, Ari Rath, hätte neben Pollak, Ex-Außenminister Peter Jankowitsch, jetzt Präsident der Jerusalem Foundation in Österreich, der Schauspielerin Topsy Küppers und Ex-Kulturminister Rudolf Scholten, Präsident des Bruno-Kreisky-Forums, Platz genommen.