Europas Leitbörsen zur Eröffnung etwas tiefer erwartet
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach dem schwächeren Wochenauftakt zeichnet sich an den europäischen Leitbörsen auch am Dienstag zunächst ...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach dem schwächeren Wochenauftakt zeichnet sich an den europäischen Leitbörsen auch am Dienstag zunächst eine etwas tiefere Eröffnung ab. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 stand rund eine halbe Stunde vor Handelsstart um 0,21 Prozent im Minus bei 3.279 Punkten. Auch der Future auf den britischen FTSE-100 Index notierte um 0,18 Prozent tiefer.
Der X-DAX als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte am Dienstag rund eine Stunde vor Handelsbeginn einen Abschlag von 0,14 Prozent auf 11.539 Punkte.
„Alle Augen sind auf die Rede von Theresa May gerichtet“, sagte ein Börsianer. Die britische Premierministerin wird gegen 12.45 Uhr in einer Grundsatzrede ihre Brexit-Pläne vorstellen. Britische Medien erwarten einen klaren Bruch mit der Europäischen Union, einen sogenannten harten Brexit.
Dies hatte das Pfund tags zuvor zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Oktober gedrückt und die Anleger in die Defensive gedrängt. Zuletzt konnte sich das Pfund wieder etwas stabilisieren, am japanischen Aktienmarkt aber ging es weiter deutlich abwärts. Von der Wall Street kommen wegen des feiertagsbedingt handelsfreien Wochenauftakts keine Impulse.
Unter den Einzelwerten stehen unter anderem die Aktien von Beiersdorf im Fokus. Der Konsumgüterproduzent hatte 2016 von gut laufenden Geschäften mit seinen Marken Nivea oder Eucerin profitiert. Im vorbörslichen Handel bei Tradegate rückten die Papiere gegenüber dem Xetra-Schluss am Montag um 0,47 Prozent vor.
Für die Anteilsscheine von Zalando ging es bei Tradegate um mehr als 5 Prozent nach unten. Der Online-Modehändler hatte einen Zwischenbericht für das abgelaufene Jahr vorgelegt.
Der ebenfalls im MDAX notierte Großküchenausrüster Rational hatte im abgelaufenen Jahr dank einer guten Entwicklung in allen Welt-Regionen mehr umgesetzt als 2015. Bei Tradegate standen die Anteilsscheine 1,71 Prozent im Plus.
Die Papiere von Wacker Chemie aber verloren knapp 2 Prozent. Die Deutsche Bank hatte ihre Kaufempfehlung für die Aktien gestrichen. Die Wachstumsaussichten seien bereits im Kurs berücksichtigt, hieß es.
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