Nordkorea: Obama soll sich auf Auszug aus Weißem Haus konzentrieren

Seoul (APA/AFP) - Die nordkoreanische Führung kann den Auszug von US-Präsident Barack Obama aus dem Weißen Haus offenbar kaum erwarten. Obam...

Seoul (APA/AFP) - Die nordkoreanische Führung kann den Auszug von US-Präsident Barack Obama aus dem Weißen Haus offenbar kaum erwarten. Obama solle sich lieber auf das „Einpacken“ konzentrieren, statt „seine Zeit damit zu verlieren“, dass er anderen Ratschläge in Menschenrechtsfragen erteile, hieß es am Dienstag in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA.

Die Führung in Pjöngjang ist demnach verärgert darüber, dass das US-Finanzministerium in der vergangenen Woche sieben weitere Nordkoreaner auf seine Sanktionsliste setzte, darunter die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong. Auf dieser Liste steht seit dem vergangenen Juli auch Kim Jong Un selbst, der von den USA für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemacht wird.

Kim Jong Uns jüngere Schwester Yo Jong rückte in den vergangenen Jahren in den kleinen Zirkel der Führung des kommunistischen Staates auf. Offiziell ist sie die Vizedirektorin der Abteilung für Propaganda und Agitation in der Arbeiterpartei Nordkoreas.

Auf der jüngsten Sanktionsliste des US-Finanzministeriums steht auch der Leiter des Ministeriums für Staatssicherheit, Kim Won Hong. Washington warf seinem Ministerium vor, für „Folter und inhumane Behandlung“ in dem „Netzwerk politischer Strafanstalten“ in Nordkorea verantwortlich zu sein.

Kim Jong Un hatte in seiner Neujahrsansprache verkündet, sein Land stehe kurz vor dem Test einer Interkontinentalrakete, die auch Teile der USA erreichen könnte. Der designierte US-Präsident Donald Trump erklärte jedoch, nordkoreanische Raketen würden niemals US-Boden erreichen.