Bettelverbot im Stadtzentrum angestrebt
Landeck – In Dornbirn funktioniert es – das „sektorale Bettelverbot“: Nachdem dort zwei Frauen wegen Missachtung des Verbots eine Strafe erh...
Landeck –In Dornbirn funktioniert es – das „sektorale Bettelverbot“: Nachdem dort zwei Frauen wegen Missachtung des Verbots eine Strafe erhielten, zog ein Anwalt vor das Landesverwaltungsgericht – und blitzte ab. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat das Verbot 2016 bestätigt.
Wie berichtet, trafen in Landeck mehrfach Beschwerden im Rathaus ein – wegen Bettelns im Umfeld des Frischemarktes. StR Roland König (FPÖ) sah sich zu einer Anfrage veranlasst: Die Stadt möge prüfen, unter welchen Voraussetzungen ein Bettelverbot im Zentrum inklusive Innparkplatz erlassen werden kann. BM Wolfgang Jörg sagte am Dienstag: „Das Thema kommt in die nächste Gemeinderatssitzung.“ Er werde dem Antrag auf Erlassung des Verbots zustimmen, so Jörg. Man habe bereits Erkundigungen eingeholt, wie eine entsprechende Verordnung in anderen Städten aussieht.
Auch der Verein Martiniladen hat das Betteln kürzlich zum Thema beim Martinitreff gemacht. Zu Gast war Jürgen Gschnell von der Caritas Tirol, der zunächst die politische Lage in den Heimatländern der Bettler aufzeigte. So entstehe Betteltourismus, der sich auch rentieren würde. „Man kam zum Schluss, dass das Betteln nur dann aufhört, wenn sich die Lage der Bettler in ihren Heimatländern verbessert“, fasst Martiniladen-Geschäftsführerin Monika Rotter zusammen. (hwe)