Montenegro: Auftrag für Mord an Ex-Premier von einem Russen erteilt

Podgorica/Belgrad/Moskau (APA) - Der Auftrag, nach den Parlamentswahlen am 16. Oktober den montenegrinischen Langzeitpremier Milo Djukanovic...

Podgorica/Belgrad/Moskau (APA) - Der Auftrag, nach den Parlamentswahlen am 16. Oktober den montenegrinischen Langzeitpremier Milo Djukanovic zu ermorden, war von einem russischen Staatsbürger erteilt worden. Das berichtete die Tageszeitung „Pobjeda“ am Dienstag.

Dies ergibt sich demnach aus den Telefongesprächen eines 45-jährigen Russen mit einem unterdessen festgenommenen Serben, die von dem serbischen Geheimdienst BIA aufgenommen und den montenegrinischen Behörden zugestellt wurden.

Die montenegrinische Polizei hatte am Vorabend der Parlamentswahl in Podgorica 20 vermeintliche Puschisten aus Serbien festgenommen, sechs Personen wurden später wieder auf freien Fuß gesetzt. Anfang Dezember wurden internationale Haftbefehle für zwei Russen und zwei weitere Serben ausgestellt, die in das Komplott verwickelt sein sollen. In der Vorwoche wurde einer der Serben in Serbien auch festgenommen, er befindet sich derzeit in Abschiebehaft.

Die Putschisten hatten nach Angaben der montenegrinischen Ermittler vor, in der Wahlnacht Gewalt in Podgorica auszulösen und Djukanovic zu ermorden.

Die Wahlen im Oktober hat erneut die seit 1991 regierende Demokratische Partei der Sozialisten (DPS) von Djukanovic gewonnen. Der Langzeitpremier entschloss sich daraufhin, den Premierposten seinem Parteifreund und Ex-Geheimdienstchef Dusko Markovic zu überlassen.