Genug Wasser für Beschneiung in Kundl
Von Michael Mader...
Von Michael Mader
Kundl –Auch wenn die Gemeinde Kundl kein eigenes Skigebiet hat, verfügt sie doch über eine eigene Beschneiung. Am so genannten „Schibichl“ sind laut Bürgermeister Anton Hoflacher insgesamt vier Schneelanzen im Einsatz, die das Kundler Grundwasser zu Kunstschnee verarbeiten. Schon vor den Weihnachtsferien ist am „Bergkreuz“ die Schneeproduktion voll angelaufen.
Mit ein Grund, warum sich der Gemeindechef mit einem Gerücht herumschlagen muss. In einem Ortsteil von Kundl gebe es wegen der Beschneiung des „Schibichls“ und der Rodelbahn bereits einen Engpass beim Trinkwasser.
Das weist der Ortschef allerdings entschieden zurück: „Wir haben so viel Wasser, dass wir die Stadt Innsbruck damit versorgen könnten oder die Schneeproduktion in der Skiwelt“, scherzt Hoflacher. Zudem werde die Rodelbahn nicht mit den Lanzen beschneit, sondern die Rodler können die Überproduktion vom „Schibichl“ für die Rodelbahn verwenden. „Des Weiteren bekommt der Rodelverein auch noch das Eis von unserer Eishalle, das von der Maschine abgetragen wird“, sagt Hoflacher im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung.
Für ihn gibt es allerdings eine mögliche Erklärung, wie das Gerücht mit der Wasserknappheit entstanden sein könnte: „Das Wasser wird von einem Grundwasserbrunnen zum Hochbehälter gepumpt. Dort oben hatte es jetzt einmal minus 20 Grad Celsius und da ist uns der Messpunkt bzw. das Messgerät eingefroren.“ So sei ein falscher Wert übermittelt worden, Wasser habe es aber immer genug gegeben.