Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich, Nikkei-225 klar tiefer
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag keine einheitliche Richtung gefunden. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor klare 2...
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag keine einheitliche Richtung gefunden. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor klare 281,71 Zähler oder 1,48 Prozent auf 18.813,53 Punkte. Auch der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 48,3 Zähler oder 0,83 Prozent auf 5.754,70 Einheiten. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 27.244,17 Zählern mit minus 44,00 Punkten oder 0,16 Prozent.
In China und Hongkong gab es dagegen Kursgewinne zu verbuchen. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 122,82 Zähler (plus 0,54 Prozent) auf 22.840,97 Einheiten und der Shanghai Composite gewann moderate 5,34 Punkte oder 0,17 Prozent auf 3.108,77 Punkte.
Vor allem in Tokio herrschte vor der heute Mittag anstehenden Rede der britischen Premierministerin Theresa May Verunsicherung unter den Anlegern, hieß es aus dem Handel. May wird heute eine Grundsatzrede zum Austritt Großbritanniens aus der EU, dem Brexit, halten. Britische Medien erwarten einen klaren Bruch mit der Europäischen Union, einen sogenannten harten Brexit.
Diese Erwartung setzte dem Pfund deutlich zu, die Währung war am Montag zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Oktober gerutscht. Zum japanischen Yen präsentierte es sich ebenfalls schwächer. Diese relative Stärke des Yen lastete wiederum auf japanischen Exportwerten. So büßten Toyota 1,58 Prozent ein, Honda gaben 2,67 Prozent ab und Sony verloren ebenfalls 0,28 Prozent.
Weiterhin gedämpft wurde die Stimmung der Anleger zudem von den jüngsten Aussagen des zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump. Trump hatte in einem Interview seine protektionistisch geprägten Ansichten zur künftigen Wirtschaftspolitik bekräftigt, heißt es bei den Helaba-Analysten. „Optimismus und Hoffnung schwinden, und die Realität sorgt für Ernüchterung“, kommentierte Stefan Worrall, Direktor für das japanische Aktiengeschäft bei Credit Suisse, die Marktreaktion in Tokio.
Wichtige Unternehmensnachrichten blieben am Dienstag dünn gesät. In Sydney präsentierten sich australische Minenwerte schwächer. Im Anschluss an ihren Produktionsbericht für das vierte Quartal gaben die Aktien des Bergbauunternehmens Rio Tinto 0,82 Prozent ab. Allerdings hatten die Papiere am Vortag noch deutlich zugelegt, hieß es von Händlern. Bei den Aktien des Branchenkollegen BHP Billiton ging es um moderate 0,22 Prozent bergab.
Klare Kursverluste verzeichneten zudem Finanzwerte. Für Macquarie Group blieb am Ende des Handelstags ein Minus von 1,38 Prozent stehen und die Titel der Australian and New Zealand Banking Group (ANZ) verloren 1,27 Prozent.
In Hongkong verhalfen dagegen unter anderem die Kursgewinne bei HSBC (plus 1,58 Prozent) dem Hang Seng Index ins Plus. Auch Ölwerte waren gesucht: So zogen China Petroleum & Chemicals um klare 2,16 Prozent an, während Petrochina um 1,13 Prozent vorrückten.