Rekord bei Beschäftigung und Arbeitslosigkeit 2016 im Burgenland
Eisenstadt (APA) - Das Arbeitsmarktservice (S) Burgenland spricht in seiner Bilanz über das Jahr 2016 von einem Rekordwert bei den Beschäfti...
Eisenstadt (APA) - Das Arbeitsmarktservice (S) Burgenland spricht in seiner Bilanz über das Jahr 2016 von einem Rekordwert bei den Beschäftigten, aber auch von einem „neuerlichen Negativrekord“ bei den Arbeitslosen. Im vergangenen Jahr habe es rund 100.900 Beschäftigte gegeben, denen rund 12.200 Beschäftigungslose gegenüber gestanden seien, bilanzierte Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl am Dienstag.
Im Jahresdurchschnitt habe es im Burgenland erstmals mehr als 100.000 Beschäftigte gegeben. Vor allem Ältere und Ausländer fanden vermehrt Arbeit. 2016 waren fast 23 Prozent der Arbeitnehmer im Burgenland Ausländer. Zuwächse gab es in den Wirtschaftsbereichen „Erbringung sonstiger wirtschaftlicher Dienstleistungen“, öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung, Gesundheit und Sozialwesen sowie bei Handel und Reparatur. Im Produktionsbereich, also bei der Herstellung von Waren, sank die Beschäftigung laut AMS deutlich.
Die Arbeitslosenquote betrug im vergangenen Jahr 9,3 Prozent. Im Jahresschnitt gab es rund 10.300 Arbeitslose sowie rund 1.900 Schulungsteilnehmer (dies ergibt rund 12.200 Beschäftigungslose, Anm.). Besonders betroffen waren Ältere ab 50 Jahren, Ausländer sowie Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Die Zahl der Flüchtlinge mit anerkanntem Asylstatus habe sich entgegen der Erwartungen kaum auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt, berichtete Sengstbratl. Im Jahresschnitt seien nur 165 Personen dieser Gruppe als arbeitslos oder als in Schulung vermerkt worden.
Dass es am burgenländischen Arbeitsmarkt zuletzt wieder etwas bergauf ging, sieht die AMS-Chefin nüchtern. „Trendwende - diesen Begriff nehmen wir als AMS nicht in den Mund“. Stattdessen sehe sie die Entwicklung als „leichtes Frühlingslüftchen, das wieder etwas abkühlt“. Sie rechne damit, dass es Jahr für Jahr einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit bis 2020 geben werde.
Für 2017 würden rund 101.600 Beschäftigte prognostiziert. Gleichzeitig dürfte die Zahl der Arbeitslosen auf 10.700 steigen. Die Arbeitslosenquote würde infolge 9,6 Prozent betragen. „Wenn dies eintritt, wäre das der höchste Wert seit 1963“, so Sengstbratl.
Der zuständige Landesrat Norbert Darabos (SPÖ) erwähnte in einer Aussendung erneut den Beschäftigungsrekord. Die einst „utopische Zahl“ von 100.000 Beschäftigten sei inzwischen Realität geworden.
~ WEB http://www.ams.at ~ APA224 2017-01-17/12:00