Pröll-Rücktritt - Schützenhöfer würdigt „unglaubliche Lebensleistung“
Wien (APA) - Auch aus den anderen Bundesländern ereilten den scheidenden niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll am Dienstag Lobe...
Wien (APA) - Auch aus den anderen Bundesländern ereilten den scheidenden niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll am Dienstag Lobeshymnen. Sein steirischer Kollege Hermann Schützenhöfer würdigte seine „unglaubliche Lebensleistung“, Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer (alle ÖVP) seine „hervorragenden“ Verdienste. Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) lobte Prölls Handschlagqualität.
Prölls „Lebensleistung“, der Niederösterreich über 24 Jahre als Landeshauptmann geführt habe, sei „unglaublich und kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, meinte Schützenhöfer. Die „Erfolgsgeschichte Niederösterreichs“ sei untrennbar mit dem Namen Erwin Pröll verbunden. Er habe am Montag nach der Ehrenzeichen-Verleihung in Graz noch lange mit Pröll gesprochen und dessen Absichten geahnt, erklärte Schützenhöfer. Der steirische ÖVP-Chef bedankte sich „als Nachbar für die sehr gute Partnerschaft zwischen unseren Ländern“.
Für die Zusammenarbeit bedankte sich auch Salzburgs Landeshauptmann Haslauer. „Mit Landeshauptmann Erwin Pröll verlässt eine der prägendsten Persönlichkeiten die politische Bühne. Erwin Pröll hat für sein Bundesland in wirtschaftlicher, kultureller und infrastruktureller Hinsicht Hervorragendes geleistet“, schrieb er auf Facebook. „Nicht hoch genug kann die Leistung eingeschätzt werden, federführend für Niederösterreich eine eigene Identität gestiftet zu haben.“
Burgenlands SPÖ-Chef Niessl betonte in einer Stellungnahme, ihn verbinde mit Pröll eine „langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit über Bundesländergrenzen und Parteigrenzen hinaus“. Besonders schätze er an Pröll, dass keine Verträge notwendig seien, meinte Niessl: „Wir haben Themenbereiche diskutiert, über gemeinsame Zusammenarbeit bzw. Kooperationen entschieden und diese Abmachungen haben immer eins zu eins gehalten.“
Pröll habe den Zeitpunkt seines Rücktritts selbst bestimmt, und die Entscheidung sei „sein gutes Recht und anzuerkennen“, erklärte der burgenländische ÖVP-Chef Thomas Steiner. „Erwin Pröll hat Niederösterreich nach vorne gebracht und positiv geprägt.“
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