Neue Krimis - Aichners „Totenfrau“-Finale mit Bestsellergarantie

Wien (APA) - Programmierter Bestseller: Bernhard Aichners Finale der „Totenfrau“-Trilogie...

Wien (APA) - Programmierter Bestseller: Bernhard Aichners Finale der „Totenfrau“-Trilogie

Die ersten beiden Teile der „Totenfrau“-Trilogie um die Bestatterin Brünhilde Blum waren absolute Verkaufsschlager, der zum Disney-Imperium gehörige Sender Lifetime arbeitet an einer Serie zum ersten Teil. Auch beim finalen Band scheint der Erfolg programmiert: Gleich in der ersten Woche ist „Totenrausch“, der dritte Band nach „Totenfrau“ und „Totenhaus“ von null auf Platz eins der Bestsellerliste eingestiegen.

Im schon bekannt rasanten Stakkato-Stil schickt der in Innsbruck lebende Bernhard Aichner seine Protagonistin auf knapp 500 Seiten auf die Suche nach einem neuen Leben. Blum, die international gesuchte Mörderin, will nicht mehr auf der Flucht sein. Über einen Hamburger Zuhälter verschafft sie sich und ihren beiden Kindern neue Identitäten: Als Gegenleistung für die Papiere verspricht Blum, die bisher immer nur getötet hat, um sich zu verteidigen oder zu rächen, einen Mord. Das Opfer soll dann aber ausgerechnet jemand sein, der ihr sehr ans Herz gewachsen ist.

Bernhard Aichner liest aus dem Roman am 24. Jänner in Salzburg, am 25.1. in Wels, am 31.1. in Innsbruck und am 5.2. in der Roten Bar des Wiener Volkstheaters. (Bernhard Aichner: „Totenrausch“, btb, 471 Seiten, 20,60 Euro. ISBN:978-3-442-75637-7)

Südtirol-Krimi: „Die Stille der Lärchen“

In einem abgelegenen Südtiroler Tal wird die Leiche eines Mädchens aufgefunden. Der Architekt Benedikt Haller gesteht sofort die Tat, doch die Dorfbevölkerung hält seinen Sohn Michl für den eigentlichen Täter. Der fanatische Dorfpfarrer heizt die Stimmung an, indem er Michl als vom Teufel besessen brandmarkt. Commissario Johann Grauner kommt mit den Ermittlungen kaum voran. Die Leute im Dorf sind verschlossen und misstrauisch. Grauner wird dennoch bald klar, dass der Fall keineswegs einfach zu klären ist und die Dorfgemeinschaft dunkle Geheimnisse verbirgt, die er aufdecken muss, um die Hintergründe der Tat zu verstehen.

Lenz Koppelstätters zweiter Fall mit dem Südtiroler Polizisten Johann Grauner „Die Stille der Lärchen“ ist ein solider Regionalkrimi, der die Abgeschiedenheit der Bergwelt und ihre verschrobenen Bewohner sehr anschaulich einfängt. Nach einem gemächlichen Beginn steigert sich die Handlung des Romans zu einem packenden Finale. (Lenz Koppelstätter: Die Stille der Lärchen“, Kiepenheuer & Witsch, 303 Seiten, 10,30 Euro, ISBN: 978-3-462-04734-9)

Spannende Suche nach einem Mädchenmörder in Hoffmans „Insomnia“

Die Amerikanerin Jilliane Hoffman hat sich mit Romanen wie „Cupido“ und „Morpheus“ einen guten Ruf als Autorin spannender Krimis erarbeitet. Ihr neuer Krimi „Insomnia“ schließt an den Roman „Mädchenfänger“ aus dem Jahr 2010 an. Im Mittelpunkt steht erneut der FBI-Agent Bobby Dees, Spezialist für das Auffinden verschwundener Mädchen. Am Anfang steht der Fall eines Mädchens, das verschwindet, aber nach ein paar Tagen wieder auftaucht und angibt, sie sei dem berüchtigten „Hammermann“ entkommen, einem Serienkiller, der es auf einen ganz speziellen Mädchentyp abgesehen hat. Dees erkennt Widersprüche in der Aussage des Mädchens und muss hinnehmen, dass er dem Täter einfach nicht näher kommt. Mehrere Jahre später ist der Mörder immer noch nicht gefasst und setzt seine Untaten fort. Hoffman versteht es, immer wieder neue Wendungen in die Geschichte zu bringen und so ständig für Spannung zu sorgen. (Jilliane Hoffman: „Insomnia“, Wunderlich Verlag, 476 Seiten, 20,60 Euro; ISBN: 978-3-8052-5071-9)

Mord im ewigen Eis

Im eisigen Norden Kanadas werden zwei Leichen gefunden. Zuerst ein Mann auf einem Parkplatz, der möglicherweise vom eifersüchtigen Ehemann seiner Geliebten getötet wurde. Wenig später wird eine Frau entdeckt, die in einem verlassenen Hotel angekettet wurde und erfroren ist. Die Detectives John Cardinal und Lise Delorme sehen zunächst keine Verbindungen und ermitteln in unterschiedliche Richtungen. Erst die Hinweise auf ein jahrzehntealtes Verbrechen in einer Polarstation lässt die Zusammenhänge zutage treten.

Giles Blunts neuer Roman mit Detective John Cardinal „Ewiges Eis“ liefert einen packenden Thriller, der dem Leser sprichwörtlich das Blut in den Adern gefrieren lässt. Die Figuren wirken glaubhaft und authentisch. Ihre persönlichen Beziehungen und der eigentliche Plot stehen in einem gut ausgewogenen Verhältnis zueinander. Die Handlungsstränge, die zu Beginn scheinbar völlig zusammenhanglos parallel verlaufen, werden zu einem schlüssigen Finale zusammengeführt. (Giles Blunt: „Ewiges Eis“, Droemer Knaur, 443 Seiten, 9,99 Euro, ISBN: 978-3-426-51403-0)