Schottland: Harter Brexit wäre „wirtschaftliche Katastrophe“
Edinburgh/London (APA/Reuters) - Der von der britischen Premierministerin Theresa May ankündigte harte Bruch mit der EU wäre nach Ansicht de...
Edinburgh/London (APA/Reuters) - Der von der britischen Premierministerin Theresa May ankündigte harte Bruch mit der EU wäre nach Ansicht der schottischen Regierung für das Königreich eine „wirtschaftliche Katastrophe“. Schottland habe nicht für den Kurs gestimmt, den May nun vorgegeben habe, beklagte Regierungschefin Nicola Sturgeon am Dienstag.
Die Regierung in London dürfe Schottland nicht aus der EU oder dem Binnenmarkt reißen, ohne dass die Schotten über eine andere Zukunft entscheiden könnten. Die Stimme Schottlands werde bisher aber nicht gehört.
Sturgeon hatte wegen des Brexit-Votums bereits ein neues Referendum zur Loslösung Schottlands vom Vereinigten Königreich ins Gespräch gebracht. May hatte am Dienstag erklärt, Großbritannien solle aus dem Binnenmarkt und der Zollunion austreten und stattdessen ein Freihandelsabkommen mit der EU vereinbaren. Die Schotten hatten beim EU-Referendum im vergangenen Juni anders als die Engländer und Waliser mit einer klaren Mehrheit für den Verbleib in der Europäischen Union gestimmt.