Deutscher Bankenverband sieht Frankfurt als großen Brexit-Nutznießer
Frankfurt am Main/London (APA/Reuters) - Die deutsche Finanzmetropole Frankfurt wird nach Auffassung der deutschen Privatbanken ein großer N...
Frankfurt am Main/London (APA/Reuters) - Die deutsche Finanzmetropole Frankfurt wird nach Auffassung der deutschen Privatbanken ein großer Nutznießer der britischen EU-Austrittspläne sein.
Mit dem „harten Brexit“, wie ihn Premierministerin Theresa May angekündigt hatte, verlören die britischen Banken auf jeden Fall den „EU-Pass“, mit dem sie ihre Produkte auch in der EU verkaufen könnten, sagte der Präsident des deutschen Bankenverbandes BdB, Hans-Walter Peters, am Dienstag. „Dies wird zu Anpassungen bei den Geschäftstätigkeiten der Institute führen und mit Verlagerungen an andere Finanzstandorte einhergehen.“
Wie Dublin, Paris und Luxemburg hofft auch Frankfurt davon mit einem Zuwachs an Arbeitsplätzen zu profitieren. Peters, im Hauptberuf Chef der Hamburger Privatbank Berenberg, zeigte sich überzeugt, dass der 700.000-Einwohner-Stadt das gelingen werde: Frankfurt sei „für die Rolle als kontinentaler Kooperationspartner von britischen Finanzunternehmen geradezu prädestiniert“.