Teile des Krisenlandes Somalia von Hungersnot bedroht
Mogadischu (APA/AFP) - Wegen einer schweren Dürre droht in Teilen des Krisenlandes Somalia eine Hungersnot. Das ostafrikanische Land leide s...
Mogadischu (APA/AFP) - Wegen einer schweren Dürre droht in Teilen des Krisenlandes Somalia eine Hungersnot. Das ostafrikanische Land leide schon unter gewaltsamen Konflikten und Krankheitsausbrüchen, erklärte am Dienstag Peter de Clercq vom UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (Ocha). „Die Auswirkung dieser Dürre stellt eine Bedrohung in einem anderen Ausmaß und einer anderen Schwere dar“, fügte de Clercq hinzu.
Wegen der Dürre leiden in Somalia laut de Clercq hunderttausende Menschen unter schwerwiegenden Engpässen bei der Nahrungsmittel- und Trinkwasserversorgung. 320.000 Kinder seien bereits schwer unterernährt. „Insgesamt sind rund fünf Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen“, führte der Ocha-Vertreter aus. Die Helfer in Somalia bräuchten dieses Jahr 864 Millionen Dollar (800 Millionen Euro), um „eine Katastrophe zu verhindern“.
Neben Somalia leiden auch andere ostafrikanische Länder nach zwei praktisch ausgefallenen Regenzeiten unter einer Dürre, darunter Äthiopien und Kenia. Besonders betroffen ist der Südsudan, wo es zusätzlich Kämpfe gibt und nur noch wenige Hilfsorganisationen vertreten sind.