Bosnisch-serbischer Präsident Dodik unter US-Sanktionen
Sarajevo/Washington (APA) - Der für seinen Separatismus bekannte bosnisch-serbische Präsident Milorad Dodik ist mit US-Sanktionen konfrontie...
Sarajevo/Washington (APA) - Der für seinen Separatismus bekannte bosnisch-serbische Präsident Milorad Dodik ist mit US-Sanktionen konfrontiert. Diese bedeuten ein Einreiseverbot in die USA, meldeten Belgrader Medien. Auch wird das Vermögen von Dodik auf US-Gebiet eingefroren, hieß es ferner. Dodik selbst erklärte Medien gegenüber, dass er keine Information darüber erhalten habe.
Er würde so etwas erwarten, meinte der Präsident der kleineren bosnischen Entität, Republika Srpska. Serbischen Medien war zu entnehmen, dass die US-Behörden erwarteten, dass sich auch andere Staaten den Sanktionen anschließen würden.
Die US-Botschaft in Sarajevo hatte kürzlich Dodik zum zweiten Mal ein Einreisevisum verweigert. Dodik wollte nach Washington zu den Feierlichkeiten anlässlich der Amtseinführung des designierten Präsidenten Donald Trump reisen.
Serbiens Premier Aleksandar Vucic erklärte unterdessen in Davos, dass er von US-Gesprächspartnern Information über die Sanktionen gegen Dodik erhalten habe. Er wäre nicht real zu erwarten, dass seitens Serbiens ebenfalls das Vermögen von Dodik eingefroren werde und dass man ihm die Einreise verweigere. „So etwas wird nicht vorkommen“, präzisierte Vucic.
Dodik ließ erst kürzlich wissen, dass er künftig nur noch mit seinem serbischen Pass zu reisen gedenke. Der bosnisch-serbische Präsident besitzt neben der bosnischen auch die serbische Staatsbürgerschaft.